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Kantonalbank ist mit 2014 sehr zufrieden

Sehr gut hat die Glarner Kantonalbank (GLKB) das Jahr 2014 abgeschlossen: Um 21?Prozent ist der Reingewinn gegenüber 2013 gestiegen, so eine Medienmitteilung der GLKB.

Südostschweiz
29.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

Sehr gut hat die Glarner Kantonalbank (GLKB) das Jahr 2014 abgeschlossen: Um 21 Prozent ist der Reingewinn gegenüber 2013 gestiegen, so eine Medienmitteilung der GLKB. Der Reingewinn beträgt damit 15,7 Millionen Franken. Der Bruttogewinn von 21,2 Millionen kommt durch einen gesamten Betriebsertrag von 56 Millionen und einen Geschäftsaufwand von 34,8 Millionen zustande.

Das Ergebnis freut auch Finanzdirektor Rolf Widmer, der den Kanton als Hauptaktionär vertritt: «Ein sehr erfreulicher Abschluss mit ausgesprochen guten Zahlen.» Die GLKB habe die Ertrags­lage massiv verbessern können, bei gleichzeitig sehr guter Risikolage. Denn: Gewachsen seien vor allem die Hypothekarkredite, die jeweils kleine Risiken darstellten. Widmer sagt auch, dass sich der Immobilienmarkt etwas abgekühlt habe, es sei keine gefährliche Entwicklung zu beobachten.

Mit einem Eigenmitteldeckungsgrad von über 200 Prozent stehe die GLKB – nicht zuletzt dank dem Börsengang – besser da, als er sich je erinnere: «Besonders auch dies führt dazu, dass der Kanton die Risikolage als ausgesprochen erfreulich einschätzt», so Widmer.

Die Bilanzsumme ist um 11,5 Prozent gestiegen (siehe Tabelle), die Kundengelder sind es – trotz allgemein tiefen Zinssätzen für Kunden – mit 12,4 Prozent noch etwas stärker. Dieses Wachstum sei ein Vertrauensbeweis, sagt CEO Hanspeter Rhyner. Das Vertrauen zeige sich auch daran, dass viele der etwa 2000 registrierten Aktionäre der Bank zusätzliches Geld anvertraut hätten.

Die Kundengelder stiegen damit auch stärker als die Hypothekar­kredite. «Wir zahlen marktkonforme Zinsen und konnten so das Volumen aus­weiten», kommentiert dies Rhyner.

Doch ist auch der Ertrag aus dem Zinsengeschäft stark angestiegen, neben höheren Ausleihungen auch dank guter Zinsrisikoabsicherungen, die man abgeschlossen habe.

Gleichzeitig ist der Betriebsaufwand mit 0,6 Prozent nur wenig höher geworden. Die Effizienz sei gestiegen, so Rhyner: «Wir haben den Sachaufwand sogar etwas gesenkt, während der Personalaufwand nur leicht stieg.» Wachse das Volumen weiter, so werde sich das mit der Zeit aber auch beim Sachaufwand moderat auswirken. Und: «Wir investieren laufend in das Filialnetz und sanieren den Hauptsitz, das wird den Abschreibungsbedarf etwas erhöhen.»

Die Aussichten für das laufende Jahr seien ebenfalls intakt, ist Hanspeter Rhyner zuversichtlich. Dies trotz der Euroschwäche. Denn nach dem massiven Fall habe sich der Kurs des Euro stabilisiert und sei wieder etwas gestiegen. Die Investitionen ins Filialnetz würden sich 2015 auszahlen, ebenso der Ausbau des Onlinegeschäfts, erwartet Rhyner. Und weist auf das neue Produkt hin, das die GLKB gleichzeitig mit der Präsentation des Jahresabschlusses lanciert hat.

Ab sofort können unter Investomat.ch Privatpersonen aus der ganzen Schweiz in Anlagefonds – so genannte Exchange Traded Funds oder ETF – investieren. Ab 5000 Franken ist man dabei, mit fixen Jahreskosten von 0,6 Prozent des durchschnittlichen Kapitals. Angeboten würden «sorgsam vorselektionierte und thematisch gebündelte Fondstitel». Investomat.ch kombiniere die Erwartungen des Anlegers mit moderner Portfolio-Theorie und schlage ein zwischen Rendite und Risiko optimiertes Wertschriftendepot vor. Investiert werden könne in Themen wie «Wasser, Erdöl, Gold, Infrastruktur».

Nach den ethischen Standards gefragt – geht es doch hier etwa um den heiss diskutierten Rohstoffhandel –, sagt Rhyner: «Der Anleger kann online seine ethischen Grundsätze einbringen. Aber Ethik ist eines der Kri­­terien unserer Vorselektion.»

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