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Junge Forscherin nah an Nobelpreisen dran

Corinne Eicher aus Rapperswil-Jona ist von einer besonderen Reise zurückgekehrt. Sie nahm dank ihrer Arbeit für den Wettbewerb «Schweizer Jugend forscht» an der Verleihung der Nobelpreise in Stockholm teil.

Südostschweiz
07.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

Von Nadine Rydzyk

Rapperswil-Jona. – Mit ihrer Matura-Arbeit an der Kantonsschule Wattwil (SG) durfte Corinne Eicher aus Jona im Juli den Anerkennungspreis für die beste Maturitätsprüfung des Jahrgangs in Empfang nehmen. Die junge Wissenschaftlerin wurde mit der Fortführung ihrer schulischen Arbeit zudem beim 48. nationalen Wettbewerb der Stiftung «Schweizer Jugend forscht» ausgezeichnet.

Hier erhielt sie das Top-Prädikat «hervorragend» und den Sonderpreis «Besuch des Stockholm International Youth Science Seminar (SIYSS 2014) inklusive Teilnahme an der Nobelpreisverleihung 2014». Nun ist sie zurück aus Schweden und hat viele beeindruckende Erfahrungen und Erinnerungen im Gepäck. «Die Woche in Stockholm verging wie im Flug», berichtet Eicher, die mittlerweile ihr Medizinstudium an der Universität Zürich aufgenommen hat.

Ganz nah bei Forschern

Los ging die Woche am 4. Dezember mit «welcoming activities» in Stockholm. Danach folgten Vorbereitungen für die Seminare und ein Forschungsethik-Seminar für die Teilnehmer am International Youth Science Seminar. «Wir besuchten die Pressekonferenz der Nobelpreisträger in Medizin, wobei vor allem John O’Keefe bleibenden Eindruck hinterliess. Eine wirklich sehr interessante, spannende Persönlichkeit mit Humor», so Eicher. Und: «Es fühlt sich schon speziell an, wenn man ganz nah dran ist an so bedeutsamen Forschern.» Die Teilnehmer durften aber auch Vorlesungen in Literatur, Physik, Chemie und Wirtschaftswissenschaften besuchen und ihre Arbeiten vorstellen.

«Das war ein voller Erfolg. Die Vorträge waren viel besser als beim Üben, und die schwedischen Gymnasiasten waren sehr interessiert. Manche fragten uns sogar, was wir von ihren Themen für Forschungsarbeiten hielten oder ob wir Tipps geben könnten.»

Sorbet erinnert an Entdeckung

Auf dem Programm der Woche stand auch noch das Highlight: «Mit Limousinen wurden wir zur ‘Nobel Prize Ceremony’ gefahren, bei der die Laureates ihre Nobelpreise erhielten. Die Reden, in denen ihre Arbeiten vorgestellt und gewürdigt wurden, waren beeindruckend, brachten sie es doch trotz der kurzen Zeit auf den Punkt, weshalb gerade diese Leute den Nobelpreis verdienen», sagt Eicher.

Teilnehmen durften die Nachwuchsforscher auch am Nobel-Banquett, von dem Eicher schwärmt. «Das Essen war traumhaft. Ein besonderes Highlight war das Dessert. Denn nicht nur May-Britt Mosers Kleid sollte an die von ihr und ihrem Ehemann entdeckten ‘grid cells’ erinnern, sondern auch das Brombeersorbet, -mousse und Safran Panna Cotta, die in einem Hexagon angerichtet waren.»

«Eine zweite Familie geworden»

Dann fiel der Startschuss zur langen Festnacht. «Leider mussten wir uns beim Tanz bereits vom ersten Teilnehmer verabschieden. Aber um zirka 0.30 Uhr ging es an den ‘Nobel Night Cup’, eine riesigen Party.» Die meisten SIYSS-Teilnehmer blieben bis zu den letzten Taxis um 4.30 Uhr. Einige mussten jedoch bereits vorher zum Flughafen. «Mein Fazit: Das war eine ‘once in a lifetime’-Erfahrung mit einer Gruppe von Teilnehmern und Organisatoren, die ich nie mehr vergessen werde und die eine zweite Familie für mich geworden sind.»

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