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Jetzt haben 19 Länder den Euro

vilniussda. Litauen hat mit dem Jahreswechsel den Euro eingeführt und ist damit das 19. Mitglied der Eurozone geworden. Der kleine Baltenstaat im Nordosten Europas hat knapp drei Millionen Einwohner und gehört der EU seit 2004 an.

Südostschweiz
03.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

Insgesamt zahlen nun 337 Millionen Europäer mit derselben Währung.

«Der Euro wird die Garantie für unsere wirtschaftliche und politische Sicherheit sein», sagte Ministerpräsident Algirdas Butkevicius, bevor er wenige Minuten nach Mitternacht in der Hauptstadt Vilnius den ersten Euro-Schein aus einem Bankautomaten zog. Der Euro-Start wurde mit einem Feuerwerk und Videoprojektionen an öffentlichen Gebäuden gefeiert. Finanzminister Rimantas Sadzius sprach von einem «historischen Moment für Litauen», durch den die Ex-Sowjetrepublik einen Schritt nach vorne mache und eine neue Entwicklungsstufe erreiche. Der für den Euro zuständige EU-Kommissionsvizechef Valdis Dombrovskis erklärte in Brüssel: «Dies ist ein symbolischer Moment nicht nur für Litauen, sondern auch für die Eurozone selbst, die stabil, attraktiv und offen für neue Mitglieder bleibt.»

«Starke Erfolgsbilanz»

Litauen erfüllte nach einem harten Sparkurs in der Finanzkrise, in der die Wirtschaft 2009 um fast 15 Prozent einbrach, problemlos alle Beitrittskriterien. «Dass Litauen diesen Weg, wie zuvor seine baltischen Nachbarn, nun gemeistert hat, ist eine beeindruckende Leistung», erklärte der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier in Berlin.

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