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Japaner lassen Harpunen zu Hause

Angesichts der internationalen Verurteilung der Waljagd will Japan dieses Jahr erstmals rein wissenschaftliche Walbeobachtungsmissionen starten.

Südostschweiz
07.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

Tokio. – Japans «Walbeobachter» würden morgen auslaufen und die bislang üblicherweise mitgenommenen Harpunen daheim lassen, kündigte die Regierung in Tokio gestern an. Bis zum 28. März würden zwei Schiffe Überwachungsmissionen ausführen und Gewebeproben von Walen sammeln. Die japanische Waljagd wird von internationalen Tierschutzorganisationen seit Jahrzehnten angeprangert. Zudem untersagte der Internationale Gerichtshof Japan im März 2014 den Walfang in der Antarktis.

Tötung zu «Forschungszwecken»

Kommerzieller Walfang ist seit 1986 international verboten. Japan genehmigte in den letzten Jahren aber die Tötung von rund 900 Tieren pro Jagdsaison zu Forschungszwecken und machte keinen Hehl daraus, dass das Fleisch der getöteten Wale schliesslich in Japan verzehrt wurde.

Im September erhöhte die Internationalen Walfangkommission IWC die Hürden für die legale Waljagd: Um die Erlaubnis zur Tötung der Meeressäuger zu bekommen, müssen Mitgliedstaaten künftig das IWC-Wissenschaftskomitee davon überzeugen, dass die Tötung der Wale zu Forschungszwecken nötig ist. (sda)

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