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IV-Bezüger will nicht absitzen

Kantonsee. Das Strafgericht verurteilte Ende Juli 2014 einen IV-Bezüger zu 48 Monaten Gefängnis. Der Mann soll ein Luxusleben mit Geld der Prämienzahler geführt haben.

Südostschweiz
06.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

Wie nun bekannt wurde, ist der Mann mit dem Urteil des Strafgerichts nicht zufrieden und zieht den Fall weiter an das Kantonsgericht.

Vor Strafgericht war für den Anklage führenden Staatsanwalt klar: Der Mann führte ein Leben in der «Luxusklasse auf Kosten der Prämienzahler». Das Geld der Versicherungen – monatlich rund 8000 Franken – brauchte er zum Leben und hatte somit auch genügend Zeit, ein Unternehmen aufzubauen. Insgesamt habe der Mann so über rund zehn Jahre fast eine Million Franken an Leistungen erhalten, unter anderem von der IV. Der Verteidiger beantragte einen vollumfänglichen Freispruch. Das Strafgericht wertete das Verschulden als mittelschwer und verurteilt den Mann zu vier Jahren Gefängnis unbedingt.

Ein Reitunfall in Kanada

2002 erlitt der Mann in Kanada einen Reitunfall. Zurück in der Schweiz, beanspruchte er medizinische Hilfe. Starke Nackenschmerzen machten dem Mann angeblich zu schaffen. Ab 2003 erhielt der Mann eine Rente von verschiedenen Versicherungen. Der Fall wurde vom Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz und vom Bundesverwaltungsgericht behandelt. Beide Gerichte kamen zum Schluss, dass der Mann die Gelder unrechtmässig beansprucht hat.

Am 31. Oktober 2013 erhob die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz Anklage. Das Strafgericht sprach den Mann am 24. Juli 2014 schuldig. Nun hat sich das Kantonsgericht mit dem Fall zu befassen.

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