HSR baut Entsorgungspark beim Bahnhof Rapperswil
Die HSR baut eine abschliessbare Deponie für ihre Abfälle. Denn die bisherigen Sammelstellen werden oft in der Nacht von Privaten missbraucht. Gleichzeitig wird die Bushaltestelle «Bahnhof Süd» ausgebaut und überdacht.
Die HSR baut eine abschliessbare Deponie für ihre Abfälle. Denn die bisherigen Sammelstellen werden oft in der Nacht von Privaten missbraucht. Gleichzeitig wird die Bushaltestelle «Bahnhof Süd» ausgebaut und überdacht.
Von Matthias Hobi
Rapperswil-Jona. – Südlich vom Rapperswiler Bahnhof wächst derzeit ein geschwungenes Betongebäude aus dem Boden. Die Fussgänger werden auf einem Holzsteg an der Baustelle vorbeigelotst. Den meisten Passanten ist nicht klar, was die Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) hier baut.
Die Antwort darauf weiss Hans-Peter Egli, Verwaltungsdirektor der HSR. Mit sichtlicher Freude führt er über die Baustelle. Bald wird klar: Die HSR baut hier einen geschützten Unterstand für Abfallcontainer, einen sogenannten Entsorgungspark.
Mehrere Hunderttausend Franken
Die genauen Kosten des Projekts sind noch nicht bekannt. «Die HSR bezahlt aber etwa 300000 bis 400000 Franken für den Entsorgungspark», sagt Egli. Auch der Bund sei an den Kosten beteiligt.
Gleich neben der Sammelstelle entsteht die neue gedeckte Bushaltestelle «Bahnhof Süd». Deren Kosten trägt die Stadt Rapperswil-Jona. «Die jetzige Bushaltestelle ist eine Katastrophe», sagt Egli. Die haltenden Busse blockierten die Strasse für den restlichen Verkehr und seien für Fussgänger eine Gefahr. Der Entsorgungspark soll Ende Juni, die Haltestelle im Spätherbst fertiggebaut sein.
In die Container der Sammelstelle kommen aber nicht etwa giftige Forschungsabfälle, sondern gewöhnliches Glas, Grüngut oder Batterien. «Unsere giftigen Abfälle werden direkt an die Giftsammelstelle von Rapperswil-Jona geliefert», sagt Egli.
Abschliessbares Tor ist zentral
Das besondere Merkmal der neuen Sammelstelle ist deren Abschliessbarkeit. Mit den jetzigen über das Hochschul-Gelände verteilten Containern hat die HSR keine guten Erfahrungen gemacht.
«Vor allem in den Abendstunden und an den Wochenenden wurden sie auch von Privaten genutzt», sagt Egli. Das Geklirr von Glasflaschen und Geschepper von Aludosen freuten diese nicht.
Um die Lärmbelästigung zu unterbinden, erhält die neue Sammelstelle ein abschliessbares Tor. Am Wochenende und ab fünf Uhr abends wird der Entsorgungspark geschlossen. Die Sammelstelle sei privat und eigentlich nur für die Abfälle der HSR gedacht.
«Wenn aber ab und zu ein Student eine Glasflasche hier entsorgt, macht das nichts», sagt Egli. Das sei sogar besser, als wenn der besagte Student seine Glasflasche in den normalen Kehricht schmeissen würde. «Wenn aber Private hier säckeweise Kehricht entsorgen, greifen wir ein.»
Gross genug
Mit dem geplanten Forschungszentrum der HSR habe der Entsorgungspark nichts zu tun. «Wir haben ihn allerdings so gross gebaut, dass darin auch die Abfälle des Forschungszentrums Platz hätten.»
Der neue zentrale Standort habe weitere Vorteile: Er sei leichter mit dem Lastwagen erreichbar. «Und nicht zuletzt wirkt das Ganze auch optisch ansprechender», sagt Egli.
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