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Holden schiesst Zug zum Sieg

Eishockey Auch im dritten Saisonduell zwischen Biel und Zug setzte sich das Auswärtsteam durch. Die Zentralschweizer gewannen dank dreier Tore von Josh Holden 6:3 und feierten den vierten Sieg in Folge.

Südostschweiz
03.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

si. Nachdem die Bieler zweimal ausgeglichen hatten, sorgte Holden mit zwei Toren (32./44.) für die entscheidende Differenz. Das 4:2 erzielte der Kanadier während einer Fünfminuten-Strafe gegen Raphael Herburger. Es war allerdings kein typisches Powerplay-Tor, traf doch Holden, nachdem die Bieler kurz zuvor eine gute Chance zum 3:3 ausgelassen hatten. Holden, im letzten Spiel im Jahr 2014 beim 6:2 gegen Fribourg-Gottéron zweimal erfolgreich, setzte vor dem Ende mit einem Schuss ins leere Tor auch noch den Schlusspunkt. Beim 5:2 (58.) hatte Lino Martschini seinen sechsten Treffer in den letzten vier Partien erzielt. Das 2:1 von Nico Dünner (26.) war dessen erstes Tor in der NLA. Der 20-Jährige profitierte von einem Fehlpass von Benoit Jecker, wobei auch der Bieler Goalie Simon Rytz nicht gut aussah. Eine sehr emotionale Partie erlebte Geburtstagskind Herburger, der 25 Jahre alt wurde. Bevor der Österreicher in der 40. Minute unter die Dusche musste, hatte er seine Saisontore 3 und 4 erzielte. Mit der ersten Niederlage nach drei Siegen vergaben die Bieler eine gute Möglichkeit, den Vorsprung auf die neuntplatzierten Kloten Flyers auf acht Punkte auszubauen.

Ambris Goalie-Karussell

Ohne zu überzeugen, aber auch ohne Probleme starteten die ZSC Lions ins neue Jahr. Der Schweizer Meister bezwang ein harmloses Ambri-Piotta im Schongang 3:1 und stiess in der Tabelle auf Kosten des spielfreien Davos auf Platz 2 vor. 20 Minuten lang vermochte Ambri entgegen zu halten, dann war es ausgerechnet Roman Wick, der im zum dritten Mal ausverkauften Hallenstadion das für ihn persönlich erlösende erste NLA-Tor des neuen Jahres erzielte. Der PostFinance-Topskorer der Zürcher hatte davor zehn NLA-Partien auf seinen 13. Saisontreffer warten müssen – ein für den treffsicheren Stürmer schon fast unendlich lange Durststrecke.Mit dem Führungstreffer nahm die Angriffsmaschinerie der Zürcher (vorübergehend) Fahrt auf; bis in die 32. Minute erhöhten die Verteidiger Marc-André Bergeron und Severin Blindenbacher mit zwei Weitschüssen in Überzahl auf 3:0.

Zwar verkürzten die Tessiner nur 59 Sekunden nach dem dritten Gegentreffer durch den ersten Saisontreffer von Verteidiger Marc Grieder auf 1:3, zumindest die Vorentscheidung jedoch war nach Spielmitte bereits gefallen.Ambri besass im letzten Drittel zwar noch einige (Powerplay-)Möglichkeiten zum Anschlusstreffer, Zählbares schaute für die am Strich um den Anschluss kämpfenden Leventiner nicht mehr heraus. Bei Ambri gab es ein Debüt, und zwar auf der Position des Torhüters. Weil Sandro Zurkirchen und Michael Flückiger noch immer verletzt sind, hütete gegen die Lions Zugs Ersatzgoalie Gianluca Hauser das Tor. Ambri setzte in dieser Saison wie auch Genève-Servette nun bereits sechs Torhüter ein (Zurkirchen, Flückiger, Lorenzo Croce, Michael Tobler und Dennis Saikkonen).

Noch offene Fragen

Der ursprünglich für die Partie im Hallenstadion engagierte Christophe Bays von Spengler-Cup-Sieger Servette musste krank passen. Wer nach diesem Wochenende – am heutigen Samstag gegen Lausanne ist noch einmal Hauser vorgesehen – auflaufen wird, ist noch offen.

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