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Heli-Scharfschützen werden das WEF schützen

Wenn sich am Wold Economic Forum (WEF) in Davos vom 21. bis 24. Januar Staatsoberhäupter und Wirtschaftskapitäne treffen, ist Sicherheit das oberste Gebot.

Südostschweiz
04.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

Um den Luftraum zu sichern, werden am World Economic Forum (WEF) in Davos zum ersten Mal mit Scharfschützen bemannte Helikopter eingesetzt

Von Béla Zier

Bis zu maximal 5000 Armeeangehörige können gemäss Beschluss des Parlaments im Rahmen der Sicherheitsmassnahmen aufgeboten werden. Sie schützen Infrastruktureinrichtungen wie Strassen sowie die Strom- und Wasserversorgung.

Eine der Kernaufgaben ist auch die Sicherung des Luftraums. Und in diesem wichtigen Bereich kommt es beim bevorstehenden WEF zu einer Premiere. Erstmals wird die Armee im sogenannten Luftpolizeidienst Helikopter mit Bordschützen einsetzen. Das bestätigte Daniel Reist, Chef Kommunikation Verteidigung der Schweizer Armee, auf Anfrage der «Schweiz am Sonntag».

<strong>Wie Reist ausführte,</strong> sei der Einsatz der fliegenden Scharfschützen ein Standardverfahren der Schweizer Armee beziehungsweise der Luftwaffe für den Konferenzschutz. Zum allerersten Mal hatte die Armee bewaffnete Helikopter zur Sicherung des Luftraums während der Ministerkonferenz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) eingesetzt, die Anfang Dezember 2014 in Basel stattfand. Darüber hatte das Schweizer Fernsehen in der Sendung «10vor10» berichtet.

In Basel wurden Superpuma-Helikopter eingesetzt. Die Aufgabe der Bordschützen übernahmen mit speziellen Präzisionsgewehren ausgerüstete Mitglieder einer Sondereinheit der Armee.

<strong>Eingesetzt würden</strong> die bewaffneten Helikopter gegen Flugobjekte mit niedriger Geschwindigkeit wie etwa andere Helikopter, Ultraleicht-Flugzeuge oder Gleitschirme. Dieser Konferenzschutz ist als Ergänzung zu den Kampfflugzeugen gedacht, die den Luftraum überwachen. «Wenn ein Flugobjekt auf Anweisungen nicht reagiert, kann der Helikopter-Bordschütze Warnschüsse abgeben», sagte Bernhard Müller, Divisionär und Chef Einsatz Luftwaffe, im November gegenüber «10vor10».

Im Ernstfall müsse das Flugobjekt unter Beschuss genommen werden. Den entscheidenden Einsatzbefehl für einen Abschuss müsse aber der Verteidigungsminister Ueli Maurer geben.

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