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Glaronia mit Fehlstart ins neue Jahr

Spielertrainerin Thais de Azevedo Camargo hatte bereits vor dem Spiel keine einfache Aufgabe. Mit Barbara Marxer, die mit dem liechtensteinischen Nationalteam unterwegs war, fehlte eine wichtige Stammspielerin.

Südostschweiz
04.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

Im wichtigen Spiel in Obwalden sind die Glarner Volleyballerinnen nicht auf der Höhe und kassieren eine klare Niederlage

Von peter aebli

Spielertrainerin Thais de Azevedo Camargo hatte bereits vor dem Spiel keine einfache Aufgabe. Mit Barbara Marxer, die mit dem liechtensteinischen Nationalteam unterwegs war, fehlte eine wichtige Stammspielerin. Noch schwerer sollte jedoch die Absenz von Corina Hinder wiegen, die ab sofort im Ausland weilt. Positiv hingegen standen die Zeichen für die italienische Zuspielerin Sisi Rroco, die nach langer Verletzungspause erstmals wieder für einen Teileinsatz zur Verfügung stand.

Glaronia begann jedoch mit der bisherigen Stammsechs; Carina Knobel am Pass. Dabei galt die Devise, gegen das junge Team von Obwalden nichts zu riskieren, solide zu spielen und auf die Fehler der Innerschweizerinnen zu warten. Am Anfang gelang das auch einigermassen gut, Glaronia zeigte gute Aktionen. Doch je länger der erste Satz dauerte, desto schwächer wurden die Nerven der Glarnerinnen. Offenbar fühlen sie, dass sie mit dem Rücken zur Wand stehen, und sie können mit dieser Situation offensichtlich nicht umgehen.

<strong>Lea Werfeli,</strong> die in den letzten Spielen herausragende Leistungen gezeigt hatte, wollte zu viel. Die meisten Aktionen misslangen ihr. Von der Spielfreude, auf die man gehofft hatte, sah man keine Spur. Glaronia krampfte sich ab – allen voran die Spielertrainerin, die sich ebenfalls stark unter Druck gesetzt fühlte. Obwalden nutzte die Glarner Unsicherheiten resolut aus, kam einfach zu Punkten und sicherte sich den ersten Teilerfolg. Das war Gift für das Nervenkostüm von Glaronia, das nun mit Rroco am Pass in den zweiten Satz starteten.

Die Italienerin gab sich grosse Mühe, doch das Ruder herumreissen konnte auch sie nicht. Immer wieder gab es Spielphasen, die Anlass zur Hoffnung gaben. Wenn es jedoch darum ging, Obwalden zu distanzieren, häuften sich schwache Annahmen oder die Angriffsbälle landeten gar im Netz. Jetzt wäre der Einsatz von Hinder bitter nötig gewesen. Schade, dass sie genau in dieser überaus wichtigen Meisterschaftsphase fehlt.

<strong>Mit zwei Sätzen</strong> im Rückstand versuchte De Azevedo Camargo daran zu erinnern, dass auch das Vorrundenspiel mit 2:3 sehr knapp ausgegangen war. Alles war noch möglich, und mit einem guten Angriff über Sanja Nikolovska kam nochmals Hoffnung auf. Obwalden, das vorher allzu einfach zu Punkten gekommen war und keineswegs brilliert hatte, steigerte sich genau in diesem entscheidenden Moment. Auch in langen Ballwechseln mit vielen Verteidigungsaktionen hatten die Innerschweizerinnen nun die Nase vorn. Sie gaben die Partie nicht mehr aus der Hand und sicherten sich die drei Punkte.

<strong>Glaronia hat die</strong> erste von drei Chancen verpasst, die Ausgangslage für die Play-offs zu verbessern. Allzu viel Zeit bleibt nicht mehr. Schöne Spiele gegen starke Teams zählen nicht, sondern es müssen Punkte gegen gleichstarke Gegner erarbeitet werden.

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