Gisin gestürzt
ski alpin Die Kombination in Kitzbühel wurde wie schon letztes Jahr eine Beute von Alexis Pinturault.
ski alpin Die Kombination in Kitzbühel wurde wie schon letztes Jahr eine Beute von Alexis Pinturault.
Ski Alpin si. Gleich 19 Ausfälle forderte der Super-G in Kitzbühel. Unter den Ausgeschiedenen befand sich auch der Engelberger Marc Gisin, der an der Hausbergkante schwer stürzte. Mit einem leichten Schädel-Hirn-Trauma kam der Engelberger aber relativ glimpflich davon. Gisin hatte nach einem weiten Sprung hart mit dem Kopf auf der Piste aufgeschlagen und das Bewusstsein verloren. Er wurde danach mit dem Helikopter geborgen, was speziell in Kitzbühel ungute Gefühle auslöst. Doch es konnte glücklicherweise recht schnell Entwarnung gegeben werden.
75. Hahnenkammrennen in Kitzbühel
Weltcup-Super-G der Männer: 1. Dominik Paris (It) 1:09,99. 2. Matthias Mayer (Ö) 0,06 zurück. 3. Georg Streitberger (Ö) 0,34. 4. Adrien Théaux (Fr) 0,51. 5. Andrew Weibrecht (USA) 0,57. 6. Otmar Striedinger (Ö) 0,68. 7. Kjetil Jansrud (No) 0,78. 8. Patrick Küng (Sz) 0,81. 9. Christof Innerhofer (It) 0,83. 10. Didier Défago (Sz) und Max Franz (Ö) 0,85.Ferner: 13. Mauro Caviezel (Sz) 1,12. 17. Beat Feuz (Sz) 1,20. 21. Carlo Janka (Sz) 1,27. 23. Sandro Viletta (Sz) 1,36. 24. Hannes Reichelt (Ö) 1,37. 25. Alexis Pinturault (Fr) 1,47. 44. Marcel Hirscher (Ö) 2,78. 48. Justin Murisier (Sz) 3,48. 49. Silvan Zurbriggen (Sz) 3,60. – 70 Fahrer gestartet, 51 klassiert. – Ausgeschieden u. a.: Thomas Tumler (Sz), Marc Gisin (Sz) und Ted Ligety (USA).
Weltcup-Kombination der Männer: 1. Alexis Pinturault (Fr) 2:01,36. 2. Marcel Hirscher (Ö) 0,69 zurück. 3. Ondrej Bank (Tsch) 0,94. 4. Ivica Kostelic (Kro) 0,97. 5. Victor Muffat Jeandet (Fr) 1,02. 6. Carlo Janka (Sz) 1,05. 7. Adam Zampa (Slk) 1,12. 8. Natko Zrncic-Dim (Kro) 1,16. 9. Kjetil Jansrud (No) 1,21. 10. Mauro Caviezel (Sz) 1,26. 11. Sandro Viletta (Sz) 2,03. 12. Maciej Bydlinski (Pol) 2,14. 13. Vincent Kriechmayr (Ö) 2,15. 14. Romed Baumann (Ö) 2,22. 15. Klemen Kosi (Sln) 2,26. 16. Justin Murisier (Sz) 2,37. 17. Maxence Muzaton (Fr) 2,44. 18. Andrew Weibrecht (USA) 2,97. 19. Jared Goldberg (USA) 2,98. 20. Mattia Casse (It) 3,41. 21. Silvan Zurbriggen (Sz) 3,56. – 27 Fahrer zum Slalom gestartet und klassiert. – Nicht gestartet: Beat Feuz (Sz), Dominik Paris (It) und Christof Innerhofer (It).
si. Der Franzose gewann überlegen vor dem Lokal-Helden Marcel Hirscher. Carlo Janka fehlten lediglich elf Hundertstel zu einem weiteren Platz auf dem Podium. Carlo Janka zeigte wie schon die Woche zuvor in Wengen eine ganz starke Slalom-Leistung. «Lediglich gut 1,2 Sekunden auf Pinturault zu verlieren, das kann sich sehen lassen», durfte der Bündner bilanzieren. Doch dies reichte nur zum 6. Schlussrang, nachdem er am Lauberhorn die gesamte Konkurrenz inklusive der Slalom-Asse hinter sich gelassen hatte. Ein besseres Ergebnis vergab Janka in Kitzbühel schon über die Mittagszeit im Super-G, der zusammen mit dem Slalom vom frühen Abend auch zur Kombination zählte. Sein Poker, mit Abfahrtsski anzutreten, war nicht aufgegangen. Als 21. des Super-G startete er lediglich mit einer Reserve von zwei Zehnteln auf Pinturault, was «natürlich viel zu wenig war». Im Hinblick auf die heutige Abfahrt liess Janka zudem einiges an Substanz liegen. Unmittelbar nach seinem Slalom-Auftritt folgte am Abend auch noch die Startnummern-Auslosung, weshalb der Arbeitstag ungewöhnlich lang wurde. «Die Vorbereitung auf eine so schwere Abfahrt leidet natürlich bei einem solchen Programm», sagt der Bündner, «doch Kjetil Jansrud machte das Ganze ja auch mit. Und er ist schliesslich der Favorit für die Abfahrt.»
Jansrud muss sich sputen
Für Jansrud resultierten letztlich in der Kombination mit Platz 9 nur wenige Punkte. Auf den in der Kombination zweitplatzierten Hirscher büsste der Norweger weiter an Boden ein. Bereits 182 Zähler beträgt nun die Differenz. Ob sich der grosse Aufwand für den Skandinavier gelohnt hat, muss sich weisen. Jedenfalls ist das aktuelle Kitzbüheler Format bestimmt nicht der Weisheit letzter Schluss. Zum Kombi-Slalom traten noch genau 27 Fahrer an, das Gros der Abfahrer meldete sich ab. Als Sieger durfte sich Alexis Pinturault feiern lassen. Der 23-jährige Franzose läuft konsequent auf der Schiene mit mehreren Disziplinen, was ihm jedoch zuletzt kaum mehr Siege eingetragen hatte. Seit seinem letztjährigen Kombi-Erfolg in Kitzbühel hat er nurmehr den Super-G beim Saison-Finale in der Lenzerheide gewonnen.
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