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Gipfelstubli ist wieder offen

Innerschwyz Die ergiebigen Schneefälle der letzten Tage kamen überraschend. Die hiesigen Skigebiete arbeiten mit Volldampf an der Eröffnung der Pisten.

Südostschweiz
30.12.14 - 01:00 Uhr
Zeitung

Rotenflue sc/na. Am Sonntag war das Gipfelstubli auf der Rotenflue geschlossen. Wer den Schneesegen geniessen und dabei das neue Restaurant besichtigen wollte, stand vor verschlossener Tür. «Wir wollten den Betrieb gut hochfahren, darum hatten wir das Gasthaus am Sonntag geschlossen», sagte gestern Nathalie Henseler, Präsidentin der Rotenfluebahn, auf Anfrage. Es galt, hinter den Kulissen noch an einigen Details zu arbeiten. Das neue Restaurant wurde erst kürzlich, eine Woche nach der Bahn, eröffnet. Gestern aber stand das Restaurant für das inte­ressierte Publikum bereits wieder offen. Auf dem Berg gibt es zudem Alternativen zum Einkehren. Die Free­rider nutzten schon am Sonntag fleissig die Bahn und genossen die Talabfahrt.

Franz Steinegger

Die Skilifte, Bergbahnen und Sessellifte sind seit Längerem bereit für den Wintereinsatz. Doch zeigte sich die kalte Jahreszeit zurückhaltend. Auf den grünen Wiesen konnten die Markierungen kaum angebracht werden. Als es dann am Weihnachtstag zu schneien begann, standen die Skigebiete vor einer paradoxen Situation: Es hat nun plötzlich genügend Schnee, aber nicht alle Pisten sind bereit zur Eröffnung.

Hoch-Ybrig und Mythengebiet

Eine Umfrage des «Boten» ergibt ein insgesamt erfreuliches Bild. In sämtlichen Regionen ist Ski fahren möglich, es wird kräftig aufgerüstet. «Die Vorbereitung auf den Pistenbetrieb und das Ausstecken sind sehr aufwendig», sagt Wendelin Keller, Geschäftsführer der Hoch-Ybrig AG. «Wir nehmen jeden Tag eine weitere Anlage in Betrieb.» Heute Dienstag ist nur noch die neue Sesselbahn aufs Laucherenstöckli geschlossen. Sie wird am Mittwoch eröffnet. Danach hat das Hoch-Ybrig Vollbetrieb, mit Ausnahme der Talabfahrt in die Weglosen.

In der Mythenregion sind bereits seit gestern sämtliche Anlagen täglich geöffnet, von Brunni-Haggenegg bis zur Ibergeregg, ebenso die beiden Luftseilbahnen in Illgau, die Holzeggbahn und die Rotenfluebahn. Hier eröffnet sich eine völlig neue Welt, wie Betriebsleiter Remo Gwerder sagt: «Die Piste über die Holzegg wird bis zur Mittelstation Rätigs präpariert, weiter hinunter bis nach Rickenbach ist sie mit farbigen Stöcken markiert und führt an der Besenbeiz im Huserenberg vorbei – einfach sensationell», schwärmt Gwerder. Bei den jetzigen Schneeverhältnissen sei die Abfahrt bis ins Tal problemlos möglich.

Stoos, Rigi und Hochstuckli

Auf dem Stoos sind sechs der acht Anlagen in Betrieb, die Sesselbahn auf den Klingenstock öffnet am Silvestertag. Noch nicht freigegeben ist die Schlittelbahn auf dem Fronalpstock.

Im Gebiet Sattel-Hochstuckli laufen Drehgondelbahn, Engelstock- und Bärenfanglift. Geschlossen sind der Hochstucklilift, die Talabfahrt sowie die Schlittelpiste. Gestern wusste man noch nicht, wann diese Anlagen bzw. Pisten eröffnet werden können. Aktuelle Infos gibt es auf der Homepage. Auf der Rigi konnte gestern der Winterbetrieb mit den Skiliften Ständli, Trainer und Gratalp aufgenommen werden, der Rotstocklift war noch geschlossen. Die Pisten sind mit Ausnahme von First und Wölfertschen alle geöffnet, ebenso die beiden Schlittelwege Kulm–Klösterli sowie Staffelhöhe–Kaltbad.

Auf Rigi Scheidegg fahren die beiden Luftseilbahnen Burggeist–Ober­gschwänd und Chräbel. Auch der Skilift Obermatt–Scheidegg ist in Betrieb. Im Brunni fährt der Familienlift am Sonnenhang, die meisten Familienattraktionen sind geöffnet. In der Region Einsiedeln laufen die Lifte Bennau Dorf und Schnabelsberg sowie der kleine Klosterlift. Noch nicht eröffnet ist der Fryherrenberglift beim Kloster.

Auch Randregionen offen

In Biberegg laufen der Kinderlift und der Neusell-Skilift. In Oberiberg sind seit Sonntag die beiden Skilifte in Betrieb sowie das Kinderland. Ski fahren möglich ist auf der Seebodenalp bei Küssnacht (Skilifte Holderen und Seebodenalp). Noch geschlossen waren gestern die Langlaufloipe und die Pisten Grod und Wissiflue. Gestern Morgen meldeten die Skiregionen auf 1500 Metern unisono 50 bis 60 cm Schnee. Mit den Schneefällen gestern Nachmittag dürfte die Decke nochmals um etwa 30 cm angewachsen sein. Es handelt sich um luftigen Pulverschnee, der zusammen mit künstlicher Beschneiung eine gute Grundlage ergibt.

Loipen und Winterwanderwege

Gespurt waren gestern die meisten Langlaufloipen, namentlich jene in Morschach beim Nägelisgärtli, die Finnenloipe in Rothenthurm auf der gesamten Strecke, die zwei kleineren Runden (4 und 12 km) des Schwedentritts bei Einsiedeln und die 27-km-Loipe in der Studen.

Offen und begehbar sind auch Winterwanderwege. Alle Angaben beruhen einer Umfrage von gestern Vormittag. Weil sich die Verhältnisse mit den Schneefällen ändern können – insbesondere noch mehr Anlagen als in diesem Bericht erwähnt in Betrieb gehen –, empfiehlt es sich, sich auf der jeweiligen Homepage oder bei der automatischen telefonischen Auskunft über die aktuellen Verhältnisse ins Bild zu setzen.

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