Gersauer geben ihre Gulden gerne aus
GERSAU Die Gersauer Gulden stehen auch ein Jahr nach der Lancierung hoch im Kurs.
GERSAU Die Gersauer Gulden stehen auch ein Jahr nach der Lancierung hoch im Kurs.
Silvia Camenzind
Ende letzten Jahres, kurz vor Weihnachten, wurde der Gersauer Gulden im Hinblick auf das Jubiläumsjahr der Republik lanciert. Er hatte sofort Erfolg. Ein Jahr später hat er nichts von seiner Beliebtheit bei der Bevölkerung eingebüsst.
Erhältlich sind die Gulden im Tourismusbüro Gersau oder in der Molkerei Camenzind an der Dorfstrasse. Die Gulden sind die Nachfolger der Gutscheine. «Einen Gulden schenkt man lieber als einen Gutschein aus Papier», weiss Tourismusbüroleiterin Sarah Zurfluh. Der Gulden sei während des ganzen Jahres beliebt gewesen. Ende Jahr verzeichnet sie aufgrund des bevorstehenden Weihnachtsfestes eine leicht steigende Nachfrage. Gefragt sind die Gulden, weil sie in den Gersauer Geschäften und Gaststätten als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Das Accessoire Geldbeutel dazu war weniger begehrt.
Gulden sind im Umlauf
Die Geschäfte können die Gulden, die sich in ihren Kassen anhäufen, auf dem Tourismusbüro in Bargeld tauschen. So kommen die Gulden unter die Leute, aber längst nicht alle. «Zahlreiche Gulden kommen nicht in Umlauf», sagt Bezirksammann Adrian Nigg. Neben den Sammlern behalten viele zumindest einen Gulden für sich zurück – als Erinnerungsstück, auch wenn er in Gersau in Zukunft als Zahlungsmittel beibehalten wird.
Die Leute schätzen das Zehn-Gulden-Stück. Es sieht schön aus, ist etwas Eigenständiges und erinnert an die Zeiten der altfryen Republik. Das spürt auch Edith Camenzind von der Molkerei Camenzind. Leute bezahlen nicht nur mit den Gulden. Sie kaufen sie auch. Gerade jetzt vor Weihnachten sind sie ein beliebtes Letzte-Minute-Geschenk.
Vergoldete Gulden
Zum 200-Jahr-Jubiläum verschenkte Adrian Nigg, Bezirksammann und Projektleiter des Jubiläumsjahres, vergoldete Gulden zu besonderen Begebenheiten. Diese Gulden sind nicht aus echtem Gold und können nicht im Gegenwert von zehn Franken in Umlauf gebracht werden. «Sie sind eine Anerkennung und zum Aufbewahren», so Adrian Nigg.
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