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Genfer Startschwung und ein Goalieproblem

eishockey Genève-Servette hat bei der Ouvertüre der 88. Spengler-Cup-Ausgabe den KHL-Vertreter Salawat Ufa 3:2 besiegt.

Südostschweiz
27.12.14 - 01:00 Uhr
Zeitung

Genève-Servette – Ufa 3:2 (3:0, 0:2, 0:0)

6300 Zuschauer (ausverkauft). – SR Eichmann/Piechaczek (De), Espinoza/Kohler. – Tore: 6. Kast (Tom Pyatt, Taylor Pyatt/Ausschluss Chlystow) 1:0. 14. Taylor Pyatt (Jacquemet, Kast/Ausschluss Stepanow) 2:0. 18. Pestoni 3:0. 32. Slepyschjew 3:1. 35. Heikkinen (Slepyschjew, Semin/Ausschluss Pestoni) 3:2. – Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 2mal 2 Minuten gegen Salawat Ufa. – Genève-Servette: Bays (43. Schwendener); Mercier, Bouillon; Bezina, Loeffel; Vukovic, Iglesias; Trutmann; Rubin, Tom Pyatt, Taylor Pyatt; Jacquemet, Romy, Picard; Pestoni, Lombardi, Almond; Wick, Rivera, Kast; Gerber. – Salawat Ufa: Sohatski; Heikkinen, Kulda; Kutusow, Lekomsjew; Subarjew, Wischnewski; Wassilweski; Hartikainen, Semin, Tolpeko; Golowanow, Chlystow, Dubrowski; Pihlström, Kaigodorow, Skatschkow; Stepanow, Gluchow, Slepyschjew. – Bemerkungen: Genève-Servette ohne Mayer (verletzt), Traber, D’Agostini, Antonietti, Untersander, Douay (alle überzählig).

si. Für den letztjährigen Trophäen-Gewinner verlief der Start zur weltweit bekanntesten Klub-Hockey-Exhibition ähnlich gut wie vor zwölf Monaten gegen Rochester (5:0). Nach zuletzt drei Fehltritten im Championat dürfte der Erfolg gegen den früheren KHL-Champion den erhofften Schub auslösen. Chris McSorley, Coach, Antreiber, Stratege und Vermarkter in Personalunion, kam der überzeugende Auftakt selbstredend gelegen: «Ein Sieg im ersten Spiel nimmt immer Druck und erzeugt neue Energie.» Dass er im Sommer entgegen einiger Experteneinschätzungen womöglich (erneut) nicht schlecht eingekauft hat, war speziell im ersten Drittel ersichtlich. Die Formation um die beiden kanadischen Brüder Taylor und Tom Pyatt, mit 37 Skorerpunkten auch in der NLA ein wichtiger Faktor, konfrontierte Ufa mit einer imposanten Wucht. Und im Powerplay demonstrierten die Pyatts mehrfach Sinn für den gekonnten familiären Austausch auf dem Eis. Das 1:0 bereitete das Duo vor, das kursweisende 2:0 (14.) markierte der NHL-Saurier Taylor nach einem perfekten Querpass Jacquemets ohne das geringste Problem.

Das Genfer Goalie-Drama

McSorley verliess die ausverkaufte Halle gleichwohl nicht ganz sorgenfrei. Im letzten Abschnitt verlängerte sich eine höchst ungewöhnliche Goalie-Leidensgeschichte um ein weiteres Kapitel. Für Keeper ist der «GSHC» offenbar ein (zu) gefährliches Pflaster. Seit September haben sich bereits sechs verschiedene Torhüter das Leibchen der Grenats übergestreift – nicht etwa weil der Coach ihnen kein Vertrauen schenken würde, sondern weil sie aus diversen Gründen immer wieder ausfallen.

In der 43. Minute sackte Christophe Bays zusammen. Ein Slapshot hatte ihn am Hals getroffen. «Wir nennen das Bienenstich», verbreitete McSorley hinterher leicht gequält einen ersten Befund. Janick Schwendener, bis vor Kurzem als Leihgabe des HCD seinerseits der ansprechende Ersatz des lange nicht verfügbaren Bays, bewältigte den Kaltstart ohne Fehlgriff. Elf teilweise schwierige Saves sprechen für ihn und seine Flexbilität.

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