Gegen Hämorrhoiden hilft viel Wasser
«Von Hämorrhoiden sind in den westlichen Ländern 50 Prozent der Bevölkerung einmal betroffen, Männer und Frauen gleich häufig. Es handelt sich um Erweiterungen der Venen, die am Darmausgang oder im Enddarm dafür verantwortlich sind, dass man auch keinen flüssigen Stuhl unwillkürlich verliert.
«Von Hämorrhoiden sind in den westlichen Ländern 50 Prozent der Bevölkerung einmal betroffen, Männer und Frauen gleich häufig. Es handelt sich um Erweiterungen der Venen, die am Darmausgang oder im Enddarm dafür verantwortlich sind, dass man auch keinen flüssigen Stuhl unwillkürlich verliert.
Marcel N. aus Chur hat folgende Frage: «Lieber Briefkastenonkel, mir ist es etwas peinlich, die Frage zu stellen, aber noch peinlicher, wegen dieses Problems zu einem Arzt zu gehen. An meinem After gibt es einen Knoten, den ich bei jedem Stuhlgang rausdrücke und nach dem Stuhlgang wieder reinschiebe. Sind das
Hämorrhoiden?»
Briefkastenonkel: Lieber Marcel N., danke für Deine Frage, von Hämorrhoiden sind heute viele Menschen betroffen. Ich selbst litt vor wenigen Jahren auch darunter, und mir war es ebenfalls peinlich, darüber offen zu reden. Um Dir eine fundierte Antwort zu geben, habe ich Deine Frage an meinen guten Bekannten, Dr. med. Rico Stocker aus Davos, weitergeleitet. Er ist Allgemeinmediziner und hat mir erklärt, wie die Hämorrhoiden hauptsächlich gefördert werden und wie man mit ihnen umgehen soll.
Rico Stocker, Davos
Vorbeugend helfen ballastreiche Kost, viel Wasser trinken, regelmässiger Stuhlgang, ohne ihn zu unterdrücken, eine vernünftige Analhygiene und regelmässige körperliche Betätigung ausser Reiten und Velofahren. Chronische Verstopfung, Abführmittelmissbrauch, Schwangerschaft, Sportarten mit grosser Kraftanstrengung, Überkonsum von scharfen Speisen, Alkohol oder Kaffee und dauerhaftes Sitzen fördern die Entwicklung von Hämorrhoiden. Erste Symptome sind Juckreiz, Hitzegefühl, Schmerzen, Entzündungen, Reizungen und ein Fremdkörpergefühl am After. Leichte Hämorrhoiden verschwinden häufig spontan. Wenn die Gefässveränderungen jedoch bestehen bleiben, bluten oder schmerzen oder auch ohne Stuhlgang rausdrücken, empfiehlt sich ein Arztbesuch. Für die Behandlung werden Venenmittel und Entzündungshemmer als Tabletten eingesetzt, jedoch auch schmerzlindernde oder kortisonhaltige Salben und Zäpfchen sind wirksam. Bei einem äusseren Hämorrhoidalknoten kann ein Blutgerinnsel mit einem kleinen Schnitt auch in der Praxis entfernt werden. Bei inneren Hämorrhoiden hilft ein Gastroenterologe mit einem Gummiband oder der Chirurg.»
Liebe Grüsse, Rico Stocker
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