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Gastronom schmuggelte 38 Tonnen

Rheintal Getränke, Lebensmittel, Öle: Ein Schweizer versorgte seine Betriebe mit Waren aus dem Ausland, ohne diese zu verzollen.

Südostschweiz
23.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

red. Weil Mitarbeiter der Eidg. Alkoholverwaltung in einem Gastrobetrieb unversteuerte Spirituosen aus dem Ausland entdeckten, zogen sie für weitere Abklärungen die Zollfahndung bei. Die umfangreiche Strafuntersuchung ergab, dass der im Rheintal ansässige Gastronom regelmässig im grenznahen Ausland für seine Betriebe Einkäufe tätigte und diese zu Unrecht im Rahmen der Freigrenze für Privatwaren und ohne die erforderliche Zollanmeldung in das schweizerische Zollgebiet eingeführt hatte. Lebensmittel, die für den gewerblichen Gebrauch eingeführt werden, unterliegen der Abgabenpflicht. Es bestehen keine Freigrenzen für Handelswaren.

Innert vier Jahren hatte der Gastronom so insgesamt 38 Tonnen Getränke und Lebensmittel aller Art eingeführt. Davon waren eine Tonne Fleisch- und Fleischwaren, 800 kg Milchprodukte, drei Tonnen Früchte und Gemüse sowie drei Tonnen Fette und Öle. Die Abgaben dafür belaufen sich auf 32 000 Franken.

Die Zollfahndung Heerbrugg führte in der Ostschweiz und im Fürstentum Liechtenstein seit 2010 insgesamt 36 Strafuntersuchungen gegen Betreiber von Gastro- und ähnlichen Betrieben wegen illegaler Einfuhren von Lebensmitteln durch. Dabei wurden Einfuhrabgaben in der Höhe von 370 000 Franken hinterzogen. Die betroffenen Personen müssen neben diesen Abgaben auch empfindliche Bussen bezahlen.

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