Für Davoser Aparthotel wird sich der Baustart verzögern
Der Baubeginn für das auf dem Gelände der Davoser Valbella-Klinik geplante Aparthotel wird sich auf das kommende Jahr verschieben. Grund: Beim Bündner Verwaltungsgericht ist eine Sammeleinsprache gegen den Quartierplan hängig.
Der Baubeginn für das auf dem Gelände der Davoser Valbella-Klinik geplante Aparthotel wird sich auf das kommende Jahr verschieben. Grund: Beim Bündner Verwaltungsgericht ist eine Sammeleinsprache gegen den Quartierplan hängig.
Von Béla Zier
Davos. – Diesen April hätte mit dem Abbruch der seit 2004 geschlossenen Valbella-Klinik in Davos Dorf begonnen werden sollen. Die Eigentümerin des alten Klinikgebäudes, die in Sarnen (Obwalden) domizilierte SPI Real Estate AG, will auf dem Gelände ein Aparthotel mit 101 Wohnungen erstellen. Manfred Löer, Haupteigentümer der SPI Real Estate AG, rechnet nicht mehr damit, dass die Abriss- und Neubauarbeiten noch dieses Jahr aufgenommen werden können. Der Grund liegt in einem laufenden Gerichtsverfahren, wie Löer gestern auf Anfrage sagte.
Anwohner gemeinsam vor Gericht
Sowohl gegen den Quartierplan als auch das Baugesuch für das Aparthotel waren bei der Gemeinde Davos Einsprachen von Anliegern eingereicht worden. Die Beschwerden gegen den Quartierplan, darunter eine Sammeleinsprache, hatte die Davoser Baubehörde abgewiesen. Das akzeptierten die Sammeleinsprecher nicht: Sie fochten den Entscheid im Juni vor dem Bündner Verwaltungsgericht an, wie der Rechtsvertreter von Löer der «Südostschweiz» bestätigte.
Über das Baugesuch für das Aparthotel wird die Davoser Baubehörde erst entscheiden, wenn das Urteil des Verwaltungsgerichts zum Quartierplan vorliegt. Bis dahin wird auch aufgrund der Gerichtsferien noch einige Zeit vergehen. Löer geht deshalb davon aus, dass man erst nach Ostern 2012 mit dem Abriss beginnen wird.
Investition von 70 Millionen Franken
Das Aparthotel würde 101 Wohnungen, Seminarräume, Restaurants sowie einen Wellnessbereich umfassen. Die Wohnungen sollen verkauft werden, würden aber einem Vermietungszwang unterliegen. Die Inhaber, laut Löer herrscht eine «rege Nachfrage», dürften ihr Eigentum pro Jahr höchstens acht Wochen zum Eigengebrauch nutzen. Während der restlichen Zeit müssten die Wohnungen dann an Touristen vermietet werden. Die Gemeinde Davos will mit an Löer gerichteten Auflagen sicherstellen, dass dieser im Baugesetz vorgesehenen Nutzung auch in Zukunft nachgelebt wird.
In das Valbella-Aparthotel sollen insgesamt rund 70 Millionen Franken investiert werden.
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