Fallender Ölpreis ist Gift für Energiewende
Vom tiefen Ölpreis profitieren Erdöl importierende Länder, also auch die Schweiz. Nicht alle Unternehmen erhalten dadurch neuen Schub.
Vom tiefen Ölpreis profitieren Erdöl importierende Länder, also auch die Schweiz. Nicht alle Unternehmen erhalten dadurch neuen Schub.
Bern. – Seit Anfang Sommer hat das «Schwarze Gold» etwa die Hälfte seines Wertes eingebüsst. Die Preise sind mittlerweile deutlich unter die Marke von 60 Dollar pro Fass gerutscht, die als Rentabilitätsschwelle für die Erdölförderländer gilt. Von der Talfahrt des Ölpreises profitieren zwar in erster Linie grosse Verbraucher wie China und die USA. Doch auch für die Schweizer Wirtschaft ist der tiefe Ölpreis ein Glücksfall. Dieser soll das Wirtschaftswachstum im neuen Jahr zwischen 0,3 und 0,6 Prozent ankurbeln.
Katastrophe aus Umweltsicht
Vom Preisrutsch profitierten alle Wirtschaftszweige, sagt Olivier Cadot, Direktor des Lausanner Konjunkturforschungsinstituts Créa. Am meisten käme der Preisrutsch der verarbeitenden Industrie zugute. Dagegen leide der Sektor der erneuerbaren Energien. «Aus Umweltsicht ist der Preissturz eine Katastrophe für den Planeten», sagt Cadot. Dies, weil angesichts der billigeren Preise wieder mehr Benzin verbraucht werden dürfte. Der Anreiz in alternative Energieformen zu investieren sinkt. (sda)
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