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Expo 2015 naht im Eiltempo: Für Graubünden wirds eng

Knapp vier Monate bleiben Markus J. Haltiner, dem Bündner «Mister Milano», um den Bündner Auftritt an der Expo 2015 zu realisieren. Es werde knapp, sagt er selbst.

Südostschweiz
24.12.14 - 01:00 Uhr
Zeitung

Von Denise Alig

Chur. – Am 1. Mai 2015 beginnt in Mailand die Weltausstellung. Um dort auch Graubünden gebührend präsentieren zu können, hat die Regierung im Herbst 2013 Markus J . Haltiner zum «Mister Milano» ernannt. Neben alt Regierungsrat Claudio Lardi, der für Graubünden im Steuerungsausschuss des gemeinsamen Projektes der Gotthardkantone sitzt, ist Haltiner somit der Hauptverantwortliche für den Bündner Auftritt an der Expo 2015 in der norditalienischen Wirtschaftsmetropole, zu der 20 Millionen Besucher aus aller Welt erwartet werden. Dabei kann Haltiner auf einen vom Grossen Rat gesprochenen Verpflichtungskredit in der Höhe von zwei Millionen Franken zurückgreifen.

«Es wird alles sehr knapp»

Im Zentrum des Bündner Auftritts wird das gemeinsame Projekt mit den Gotthardkantonen Uri, Wallis und Tessin stehen. So werden die vier Kantone an der Expo 2015 innerhalb des Schweizer Auftritts einen eigenen Pavillon belegen. Wie Haltiner gestern auf Anfrage sagte, läuft die Vorbereitung der dort geplanten Ausstellung «Wasser» auf Hochtouren. Was die ergänzenden eigenen Bündner Aktivitäten betrifft, darunter der Auftritt von privaten Unternehmen zur weiteren Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen zu Norditalien, läuft die Planung ebenso intensiv. Doch sie gestaltet sich recht schwierig. «Es wir alles sehr knapp», räumte Haltiner ein, zumal bis zur Eröffnung der Weltausstellung nur noch knapp vier Monate Zeit bleiben. Ein Grund für die verhältnismässig harzig verlaufende Planung ist laut Haltiner das «relativ geringe öffentliche Interesse» an der Expo 2015. Zudem hätten sich nur wenige private Unternehmen für eine Partnerschaft gewinnen lassen, sagte er. «Nun gilt es, mit unseren Partnern ein Maximum herauszuholen, um Graubünden als sympathischen Nachbarn des Expo-Austragungsortes darstellen zu können», so der «Mister Milano». Haltiner rechnet damit, der Öffentlichkeit Ende Januar erste konkrete Informationen geben zu können.

Einen prominenten, exklusiven Auftritt in Mailand wird die Region Val Poschiavo haben. Sie realisiert zusammen mit dem Veltlin das Projekt «Valposchiavo Veltlin». Dabei wird die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der beiden Regionen unter anderem mit einem Show-Train als nachahmenswertes Modell für andere vergleichbare Kooperationen dargestellt.

Alphornbläser mit drei Premieren

Als Teil des nationalen Projektes wird im Übrigen das Alphorn Ensemble Engiadina St. Moritz im September mit 500 Alphornbläsern aus der ganzen Schweiz an der Expo 2015 auftreten. Das Motto lautet «Alphörner statt Hellebarden!» Federführend bei diesem Beitrag sind unter anderem der ehemalige St. Moritzer Kurdirektor Hanspeter Danuser und alt Standespräsident Not Carl aus Scuol. Das Ensemble hatte bereits zur Eröffnung des Vereinatunnels im Jahr 1999 aufgespielt. Damals allerdings mit «nur» 222 Bläsern. In Mailand findet die Uraufführung von drei Stücken statt, nämlich der Lieder «Expo Milano» «Marignano» und «Gottardo 16».

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