Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es
Tagelang debattierte der Grosse Rat vor drei Wochen über die wirtschaftliche Zukunft Graubündens. Und selbstredend hatten sämtliche Parteien und Volksvertreter nur das Allerbeste für die Bündner Ökonomie im Sinn – wenn sich die Rezepte im Detail auch stark unterschieden.
Tagelang debattierte der Grosse Rat vor drei Wochen über die wirtschaftliche Zukunft Graubündens. Und selbstredend hatten sämtliche Parteien und Volksvertreter nur das Allerbeste für die Bündner Ökonomie im Sinn – wenn sich die Rezepte im Detail auch stark unterschieden.
Olivier Berger Regionalredaktor
<strong>Tagelang debattierte </strong>der Grosse Rat vor drei Wochen über die wirtschaftliche Zukunft Graubündens. Und selbstredend hatten sämtliche Parteien und Volksvertreter nur das Allerbeste für die Bündner Ökonomie im Sinn – wenn sich die Rezepte im Detail auch stark unterschieden. Das Problem ist: Sieht man von der öffentlichen Verwaltung ab, schafft das Parlament ebenso wenig neue Arbeitsplätze, wie es die Regierung tut. Was im Rat geredet wird, bleibt schon allein systembedingt immer Lippenbekenntnis. Dies, zumal sich die Kräfteverhältnisse seit den Neunzigerjahren verschoben haben: Die Wirtschaft kümmern die Überlegungen der Politik kaum noch; die Politik vollzieht im besten Fall noch nach, was die Wirtschaft vorgespurt hat.
<strong>Von Erich Kästner</strong> stammt der Aphorismus: «Es gibt nichts Gutes – ausser man tut es.» Hamilton-Chef Andreas Wieland handelt nach dieser Devise: Er will in Graubünden neue Arbeitsplätze schaffen. Auf Jon Domenic Parolini wartet damit gleich zu Beginn seiner Ära als Bündner Volkswirtschaftsdirektor ein erster Lackmustest: Er muss schauen, dass sich der Kanton die Chance auf neue Stellen im lukrativen Hightech-Sektor nicht entgehen lässt. Schafft Parolini das, ist es für ihn ein Traumstart. Wenn nicht – nein, das stellen wir uns lieber nicht vor.
oberger@suedostschweiz.ch
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