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Entsorgung ?in den Gemeinden

kanton Von der Natur zur Natur zurück: Viele Tiere freuen sich über entsorgte Christbäume. Auch der Tierpark Goldau verwertet Hunderte von Bäumen.

Südostschweiz
06.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

Arth14. Januar

Gersau9. Januar

Ingenbohl16. und 30. Januar

Lauerz 14. und 28. Januar

Muotathal Abgabe bei Sammelstelle

Sattel 7. und 21. Januar

Steinen 13. und 27. Januar

Schwyz/Rickenbach/Ibach 12. und 26. Januar

Seewen 13. und 27. Januar

nicole auf der maur

Die beiden Islandpferde Glanni und Sindri streiten sich geradezu um das kleine Christbäumchen in ihrem Gehege. Die Tiere vom Islandpferdehof Mythenblick in Ingenbohl lieben es, an der Rinde zu knabbern und die Nadeln abzufressen.

Zahlreiche Tierarten mögen Christbäume zum Fressen gern. Statt sie zu entsorgen, kann getrost der nachbarliche Geissenbesitzer angefragt oder der Pferdehof beschenkt werden.

Auch der Tierpark Goldau verfüttert seinen Tieren Tannenbäume. Allerdings werden keine Christbäume von Privatpersonen angenommen. Die Gefahr wäre zu gross, dass Lametta oder Wachs den Weg in den Tiermagen finden würde. «Wir hatten vor einigen Jahren noch eine Brotsammelstelle vor dem Park», sagt Tierpark-Tierarzt Martin Wehrle, «wir mussten damit aufhören. Die Sammelstelle wurde als Mülldeponie missbraucht. Regelmässig landeten Fleischreste oder ganze Pizzen im Brot.» Deswegen holt der Tierpark seine Tannenbäume von Christbaumhändlern aus der Region. Es sind jene Bäume, die keinen Abnehmer fanden. Sozusagen werden diese im Tierpark wieder der Natur zugeführt. «Wir verfüttern die Tannen vor allem an unsere Wiederkäuer und Esel», so Wehrle. Die Tannen seien kein Futtermittel, sie dienen zur Beschäftigung der Tiere. «Wir geben unseren Tieren regelmässig Bäume zum Knabbern», erklärt der Tierarzt. Der Wisent-Stier benutze seinen 15-Meter-Baumstamm regelmässig für Kraftübungen – was auch die Tierpark-Besucher fasziniere. «Laubbäume und Tannenbäume – je nach Jahreszeit – sind eine willkommene Abwechslung für unsere Tiere», sagt Wehrle.

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