Entscheidende Sponsoring-Deals
Am Tag nach dem perfekten HCD-Auftakt gegen das Team Canada (2:1) haben die Spengler-Cup-Organisatoren gestern einen weiteren richtungsweisenden Erfolg veröffentlicht – auf wirtschaftlicher Ebene.
Am Tag nach dem perfekten HCD-Auftakt gegen das Team Canada (2:1) haben die Spengler-Cup-Organisatoren gestern einen weiteren richtungsweisenden Erfolg veröffentlicht – auf wirtschaftlicher Ebene.
Von Sven Schoch
Beim ab Januar vom Klub in Eigenregie vermarkteten Turnier wurde der wichtigste Sponsoring-Vertrag mit der Schweizer Grossbank UBS um mehrere Jahre verlängert. Auch mit den übrigen «Goldpartnern» Würth-Gruppe Schweiz, Schenker Storen AG und Skoda Schweiz einigte sich die Vereinsführung auf eine Erneuerung der Abkommen. Der Geldfluss ist weiterhin gewähr- leistet. Turnierdirektor Fredi Pargätzi schätzt die «good News» hoch ein: «Für unseren Event sind die neuen Verträge enorm wichtig. Die wirtschaftliche Basis ist nun gegeben, mit dem Erfolgsprodukt auf hohem Niveau fortzufahren.» Handelseinig sei man sich mit den langjährigen Geldgebern schnell gewesen, «aber für die Regelung der Details benötigten wir Zeit. Das sind natürlich grosse Pakete», erklärte Pargätzi gegenüber der Sportinformation.
<strong>Die aus strategischer Sicht</strong> erhebliche Zusage der potenten Spengler-Cup-Key-Player erleichtert dem Klub den Übergang zum anspruchsvollen Projekt, die Vermarktung nach dem Ende der achtjährigen Zusammenarbeit mit der Agentur IMG voranzutreiben. Für die Crew um den 2013 engagierten Geschäftsführer Bill Mistura ist der Deal als Signal zu werten, den von VR-Präsident Gaudenz Domenig vorgegebenen Business-Plan umsetzen zu können.
Vor Jahresfrist hatte Domenig erklärt, durch die Eigenvermarktung einen Umsatzsprung auf «gegen 25 Millionen Franken» anzupeilen. Der Präsident geht primär von einer Optimierung der Ertragsseite aus. Die Bündner Entscheidungsträger und Turnier-Promoter planen, die finanziellen Ressourcen in der Altjahreswoche noch besser auszuschöpfen.
<strong>«Die Zukunft des Spengler Cups</strong> ist gesichert», meldete die Kommunikationsabteilung im Zusammenhang mit der Zusage des «Presenting Partner» UBS. Mittelfristig ist die nicht von allen NLA-Klubs geschätzte Exhibition tatsächlich stabil aufgebaut. Der exklusive Vertrag mit SRF garantiert bis 2016 ein exklusives Werbefenster zur Primetime. Und die für rund acht Millionen erkaufte Zusicherung der Liga, den Meisterschaftsbetrieb in der letzten Woche des Jahres bis 2022 zu unterbrechen, ist in jeder Verhandlungsrunde mit möglichen Investoren ein erstklassiges Argument.
Neben dem Rink haben sich die Veranstalter auf hohem Level positioniert. Im sportlichen Sektor ist derzeit keine grundlegende Änderung geplant. Am inzwischen vierjährigen Modus mit sechs Teilnehmern will Pargätzi festhalten: «Für mich ist die jetzige Lösung die beste.» Klar sei auch, dass die Kanadier «in den kommenden Jahren gesetzt sind. Ihre Popularität ist nach wie vor gross. Den Spengler Cup kennt man auch dank ihnen fast überall.» Genève-Servette ist für den Turnierchef «ein Glücksfall - auf und neben dem Eis. Sie nutzen die Plattform perfekt. Für mich ist beeindruckend, was in Genf aufgebaut wurde.»
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