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Ende für Abfall-Chaos in Jona

Der Entsorgungspark Engelhölzli in Rapperswil-Jona ist häufig völlig überlastet. Das belastet den Betreiber genauso wie die Leute, die ihren Müll loswerden wollen. Stadt und Betreiber arbeiten jetzt an einer Lösung für das Problem.

Südostschweiz
07.09.11 - 02:00 Uhr

Von Willi Meissner

Rapperswil-Jona. – Im Joner Engelhölzli kommt es regelmässig zum Stau. Fahrzeug an Fahrzeug schiebt sich, besonders am Samstag, in Richtung Entsorgungspark Engelhölzli.

Alle wollen ihren Müll loswerden. Viele wissen aber nicht auf Anhieb, wohin mit Holz, Glas oder Elektroschrott. Der richtige Container muss erst gefunden werden. Das kostet natürlich Zeit. Und die Schlange wird länger.

Seinem Ärger über solche Zustände machte Marcel Grünenfelder aus Rapperswil-Jona in einem Leserbief an die «Südostschweiz» Luft. «Die Warteschlange und das endlos langsame Abladen der Ware durch die Entsorger vor mir zehrte an meinen Nerven», schreibt Grünenfelder. Am Ende sei er lieber nach Hinwil gefahren. Trotz der rund 25 Kilometer langen Fahrt.

«Mitarbeiter werden angemault»

Grünenfelder ist mit seinem Ärger offenbar nicht allein. «Zeitweise stauen sich die Autos bis auf die Strasse, deshalb wünschen sich die Leute eine bessere Lösung», sagt Karl Rüegg, Chef der Karl Rüegg Tiefbau und Transport AG. Diese betreibt den Entsorgungspark im Auftrag der Stadt.

Den Ärger über den Abfall-Stau bekommen die Mitarbeiter des Entsorgungsparks zu spüren. «Es kommt schon vor, dass unsere Leute angemault werden», sagt Rüegg. Dabei hätten diese genug Stress. Bis zu eine Tonne wird täglich im Engelhölzli verwertet. Am Samstag seien es schnell einmal 1,5 Tonnen, so Rüegg.

Bei der Stadt Rapperswil-Jona ist das Entsorgungsproblem im Engelhölzli bekannt. Weil derzeit niemand mit der Situation zufrieden sei, würden Stadt und Rüegg bereits an einer Lösung arbeiten, wie der städtische Entsorgungschef Josef Lacher mitteilt.

Neuer Entsorgungspark bis 2013

Momentan diskutieren Stadt und Rüegg darüber, wie so eine Lösung aussehen kann. Geplant ist laut Lacher ein grösserer Entsorgungspark direkt vis-a-vis der aktuellen Anlage. Bis 2013 soll diese fertig sein. «Die Wiese wurde bereits entsprechend eingezont», sagt Lacher. «Dieser Zeitplan tönt realistisch», sagt auch Rüegg.

Zwischenlösung angestrebt

Bis im Engelhölzli ein grösserer Entsorgungspark steht, will Rüegg eine Zwischenlösung anbieten. Wie die genau aussehen wird, ist noch nicht klar.

«Wir überlegen eine Erweiterung der Öffnungszeiten oder eine Zwischenlösung an einem zweiten Standort», sagt Rüegg. Genauer will er noch nicht werden. Erst müssten alle Möglichkeiten geprüft und Gespräche mit der Stadt geführt werden.

Das Ziel ist für beide Seiten auf jeden Fall klar. «Innerhalb der nächsten zwei Jahre soll es eine Lösung geben», sagt Lacher.

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