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Elke Heidenreich bringt «Leseglück» nach Glarus

Der Abend unter dem Titel «Leseglück» dürfte gleich doppelt mit Literatur aufgeladen sein. Die Frau, die die «Lesefrau der Nation» vorstellt und mit ihr über Bücher diskutiert, ist SRF-1-Literaturredaktorin Luzia Stettler.

Südostschweiz
23.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

Bücherfreunde, Leser, Vorleser, Literaturfreaks und alle, die zum harten Kern jener gehören, die das literarische Quartett, heute den Literaturklub des Schweizer Fernsehens, seit Jahren begleiten, können eine Persönlichkeit kennenlernen, die als engagierte Leserin in kurzer Zeit die wohl erfolgreichste Literatur-Promoterin im deutschen Sprachraum geworden ist.

Gegeben hat Heidenreich ihr eigenes literarisches Debüt schon 1992 mit dem Geschichtenband «Kolonien der Liebe», der über eine Viertelmillion Mal verkauft wurde. Gefolgt von ihrem Katzenbuch «Nero Corleone», das in mehr als 20 Sprachen übersetzt und international mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurde. Die Liste ihrer eigenen Werke umfasst heute über 20 Bücher. Fast gleich viele Hörspiele sowie zahlreiche Rollen in Filmen.

Die Autorin, die von sich selbst sagt, sie sehe sich nicht als Kritikerin, sondern vielmehr als passionierte Leserin, wurde und wird aber von der professionellen Literaturkritik gerade deshalb hoch geschätzt. Frank Schirrmacher, Herausgeber der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung», ist sonst im Umgang mit Superlativen eher zurückhaltend. Ihr attestierte er eine überragende Wirkung als Literaturförderin: «Vor Elke Heidenreich hat es niemals eine so machtvolle Literaturkritikerin gegeben, auch nicht im 20. Jahrhundert.»

Die Frage der Macht dürfte denn auch speziell im Hinblick auf die Stellung der Literatur in der heutigen Medienlandschaft unweigerlich in die Diskussion einfliessen, genauso wie die Wichtigkeit, öffentlich immer und immer wieder über Bücher und ihre Autoren zu reden. Und wer selber Bücher schreibt und sich mit Verve für das Lesen, den Umgang mit dem geschriebenen Wort oder für eine Kultur des Vorlesens einsetzt, wird nach den eigenen literarischen Vorlieben befragt. So dürfte der Abend im Zeichen der Bücher auch zu einem Abend der ganz persönlichen Lese- und Lebenserfahrungen werden.

Der Titel «Leseglück» darf dabei wörtlich genommen werden. Dies, da die Leser im Glarnerland an diesem Abend, ab 20 Uhr, das Glück des Lesens und die persönliche Begegnung mit ­Elke Heidenreich teilen können.

Die Veranstaltung «Leseglück: Elke Heidenreich im Gespräch mit Luzia Stettler» ist die erste Veranstaltung der neuen Literaturplattform «Baeschlin littéraire».

Ticket-Reservation unter Telefon 055 640 1125 oder via Mail unter office@baeschlin.ch.

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