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Einer von vier schafft den Sprung an die Luftgewehr-EM

An den nationalen Ausscheidungen für die Kurzdistanz-EM (10 m) konnte sich von den vier Athleten der Schiesssportschule Glarnerland einzig Christoph Dürr für die europäischenTitelkämpfe qualifizieren.

Südostschweiz
29.12.14 - 01:00 Uhr
Zeitung

Von Jörg Bäbler

Schiessen. – Im Hinblick auf die Qualifikationswettkämpfe nahm der nationale Schützenverband gewichtige Anpassungen bei den Selektionsrichtlinien vor. Während bis anhin jeweils die beiden Bestklassierten pro Disziplin automatisch das Ticket für die Titelwettkämpfe erhielten, muss-te diesmal für die direkte Selektion das beste Gesamtergebnis realisiert und in zwei Wertungsdurchgängen mindestens einmal eine entsprechende Leistungsvorgabe erzielt werden.

Pistolenschützen chancenlos

Die in Filzbach trainierende Pistolenjuniorin Rebecca Villiger (Bad Ragaz), lieferte mit 364 und 362 Ringen in den zwei Wettkämpfen eine ausgeglichene Leistung ab. Den geforderten Mindestwert von 376 Punkten verpasste sie aber deutlich. Ebenso deutlich verpasste Villiger den Gesamtsieg, der mit 749 Zählern an Anina Stalder (Meyriez) ging. Die 16-Jährige aus dem Kanton Freiburg erfüllte im zweiten Durchgang mit 376 Punkten als einzige Athletin die Selektionslimite.

In der Pistolenkonkurrenz der Junioren blieb Samuel Villiger chancenlos im Kampf um das EM-Ticket. Der Bruder von Rebecca hat zwar in den letzten Monaten deutliche Fortschritte im technischen Bereich machen können, doch der Abstand zu den besten Athleten des Landes bleibt vorerst noch zu gross. Mit 1089 Ringen (548/541) klassierte sich der angehende Automobilfachmann auf dem 4. Platz. Bereits im ersten Wettkampf überschoss der Zuzwiler Marvin Flückiger mit starken 576 Zählern den Selektionswert von 568 Punkten deutlich und liess in Bezug auf den Sieg in der Gesamtwertung trotz einem schwächeren zweiten Wettkampf (563) nichts mehr anbrennen.

Julia Oberholzers Steigerung

Die Gewehrschützin Julia Oberholzer aus dem zürcherischen Neftenbach traf bei den Juniorinnen auf überaus starke Konkurrenz. Mit der amtierenden Europameisterin Vanessa Hofstet-ter (Gümmenen) und Sarah Hornung (Büren an der Aare) als aktuelle Weltmeisterin in dieser Disziplin standen zwei Athletinnen am Start, an denen es für die übrigen Athletinnen zurzeit eigentlich kein Vorbeikommen gibt. So war es denn auch Hornung, die gleich in beiden Durchgängen (415,2/ 413,8) die Bestleistung ablieferte und zudem problemlos die Leistungsvorgabe von 410,9 Punkten überschoss. Diesen Wert verpasste die Glarner Schiesssportschülerin Oberholzer in ihrem zweiten Wettkampf um lediglich neun Zehntel und sorgte damit für etwas Resultatkosmetik, nachdem sie im ersten Durchgang lediglich 402,4 Zähler erzielt hatte.

Trotz verpasster EM-Limite dabei

Bei den Junioren kämpften die beiden ehemaligen Filzbacher Trainingskollegen Christoph Dürr (Gams) und der Molliser Patrick Hunold um den Tagessieg. Hunold, der seit dem letz-ten Spätsommer mit eigenem Privatteam trainiert, entschied den ersten Durchgang mit 614,4 zu 613,7 Ringen knapp zu seinen Gunsten. Im Gegensatz zu Patrick Hunold konnte sich Dürr in der zweiten Runde nicht steigern und so ging am Ende der Glarner als klarer Sieger (617,4:612,1) aus diesem Duell hervor. Obwohl Hunold und Dürr die Selektionslimite von 618,4 Punkten verpassten, entschied das Selektionsgremium die beiden Gewehrathleten für die Europameisterschaften vom 2. bis 8. März 2015 im niederländischen Arnheim aufzubieten.

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