Eine schöne Bescherung erlebt?
Erhard Gick?Redaktor
Erhard Gick?Redaktor
Heute in zwei Wochen haben wir Weihnachten hinter uns. Das dachte ich erst noch kürzlich. Und jetzt ist Weihnachten schon wieder vorbei. Aber vor zwei Wochen noch habe ich mich bemüht, ja geradezu abgerackert, das richtige Geschenk zu finden. Und ich stellte mir mehrfach ernsthaft die Frage, wird das Geschenk wohl ankommen, macht es Sinn, hat man es vielleicht schon? Endlich ist der Stress vorbei. Oh, war das doch wieder schön. So zumindest sehen es die einen oder die anderen. Auch ich. Und manchmal möchte man sich Weihnachten am liebsten schenken. Diejenigen, die Weihnachten gerne feiern, freuen sich zumeist auch sehr darauf. Nicht dass man jetzt denkt, da spricht der Frust, auch ich freue mich jeweils auf Weihnachten. Ehrlich.
Aber, die richtige Geschenkauswahl zu diesem grossen Fest ist gar nicht so einfach. Allzu oft liegt man voll daneben, obwohl es sich beim Beschenkten um die eigene Frau, Freundin, Mutter, Schwester oder den besten Freund oder die beste Freundin handelt. Nun, wenigstens hat man meist den Wink einer Ahnung, was der, den es zu beschenken gilt, gerne macht, gerne hätte oder dringend braucht.
Ich habe es mir ganz einfach gemacht, ich habe Gutscheine verschenkt. Ist doch nützlich. Wenigstens erspare ich damit den Beschenkten nach Weihnachten, eben jetzt, den umständlichen Weg, in 30 Läden zu rennen, um das unsinnige Geschenk vielleicht doch noch in ein sinnvolles umzutauschen. Ziemlich wahrscheinlich ist, dass der oder die Beschenkte gar nicht so unglücklich darüber ist, mit dem Gutschein und sich selbst ein sinnvolles Geschenk schenken zu können. Da stelle ich mir doch jedes Jahr immer wieder ernsthaft die Frage über den Sinn und Unsinn von Weihnachtsgeschenken.
Ich habe früher von meiner Grossmutter immer selbst gestrickte Socken erhalten. Oh Graus, dachte ich jeweils. Heute weiss ich um die Qualität einer guten Wollsocke. Angenehm, wenn sich auf einer Wanderung die Füsse wohlfühlen. Bewundernd, wenn ich denke, wie viel Zeit und Können jemand beim «Lisme» in die Socken investiert hat – ich kriege ein paar Wollsocken, selbst gestrickt, jetzt – nach Weihnachten. Ich freue mich darüber. Selbstverständlich freute ich mich auch über die mir geschenkte Autobahnvignette meines Sohnes, das nützliche kleine Geschenkpäckli meiner Tochter, mit vielen leckeren Sachen drin.
Diese Geschenkli werden mir beziehungsweise haben mir Freude bereitet. Meine Gutscheine haben auch, so zumindest wurde mir versichert, Freude bereitet. Jetzt ist Weihnachten vorbei. Ich habe auch einige Sachen erhalten, die, na ja ... darf man eigentlich Geschenke weiterverschenken? Keine gute Idee? Aber sicher doch! Besser, als sie im Schrank verstauben zu lassen. Der Schenkende wird selbstverständlich nie erfahren, ob ich sein Geschenk behalten habe oder es weitergegeben habe.
Socken, Vignette und Körbli und anderes bleiben bei mir, aber da hat es geschenkte Sachen dabei, die sind geeignet für zweimal Weihnachten. Das war jetzt Werbung für eine Aktion. Ja, ist aber egal. Ich freu mich darüber, wenn andere sich über meine Geschenke freuen dürfen. Probieren Sie es aus, Sie werden sich auch freuen.
Erhard Gick
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