Ein Staatspräsident mit Schreibschwäche
Budapest. – Der ungarische Staatspräsident Pal Schmitt beherrscht die Rechtschreibung seiner Muttersprache Ungarisch nicht. Das berichtet die ungarische Internet-Zeitung «Hirszerzö» («Der Nachrichtenbeschaffer») am Samstag.
Budapest. – Der ungarische Staatspräsident Pal Schmitt beherrscht die Rechtschreibung seiner Muttersprache Ungarisch nicht. Das berichtet die ungarische Internet-Zeitung «Hirszerzö» («Der Nachrichtenbeschaffer») am Samstag.
In einer handschriftlichen Widmung, die er für ein Restaurant schrieb, habe Schmitt gleich zwei Orthografiefehler untergebracht, berichtet die Internet-Zeitung und veröffentlichte den Text als Faksimile.
«An der ersten Station meines ersten Besuchs als Staatschef. Mit Dank: Pal Schmitt, 7. September 2010», steht in dem Text, der nun eine Wand im Restaurant «Paprika-Csarda» am ungarisch-österreichischen Auto-Grenzübergang Hegyeshalom ziert. Ausgerechnet das Wort «Staatschef» schrieb Schmitt falsch. Auch Schmitts Präsidialamt habe zahlreiche Dokumente voller Sprach- und Rechtschreibfehler produziert, darunter die Vorschläge des Staatschefs zur neuen ungarischen Verfassung, berichtete «Hirszerzö» weiter.
Laut Entwurf der nationalistisch ausgerichteten Verfassung, über die das Parlament in Budapest am 18. April abstimmen soll, gilt der «ungarischen Kultur» und «unserer einzigartigen Sprache» besonderer Schutz. Schmitt ist studierter Volkswirtschafter, wurde aber vor allem als Sportler und Sportfunktionär bekannt. Bei den Olympischen Sommerspielen 1968 in Mexiko und 1972 in München gewann er als Degenfechter die Goldmedaille im Mannschaftsbewerb. Als Staatspräsident von Ungarn ist Schmitt seit dem 6. August 2010 im Amt. (sda)
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