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Ein frühes Tor reichte zum Sieg

eishockey Der HCD-Top-skorer Marcus Paulsson hat dem Spengler-Cup-Gastgeber mit dem Tor des Abends in der 2. Minute gegen Medvescak die Halbfinal-Qualifikation ermöglicht.

Südostschweiz
29.12.14 - 01:00 Uhr
Zeitung

Davos – Zagreb1:0 (1:0, 0:0, 0:0)

6300 Zuschauer (ausverkauft). - SR Kurmann/Nicholson (Ka), Kaderli/Tscherrig. - Tor: 2. Paulsson (Ryser) 1:0. - Strafen: 8mal 2 Minuten gegen den HCD, 5mal 2 Minuten gegen Medvescak. Davos:Genoni; Du Bois, Reto von Arx; Schneeberger, Forster; Fransson, Koistinen; Guerra, Paschoud; Dino Wieser, Ambühl, Hofmann; Ryser, Lindgren, Paulsson; Danielsson, Persson, Axelsson; Sciaroni, Corvi, Jörg. Medvescak Zagreb:Owuya; Flood, Morrisonn; Carle, Martinovic; Hutchinson, Popovic; Kinrade; Segal, Pelletier, St. Pierre; Beaudoin, Wright, Leino; Bjorkstrand, Thomas, Hedberg; Glumac, Murray, Perkovich; Kostovic. Bemerkungen:HCD ohne Kindschi, Aeschlimann, Senn (alle U20-WM), Camperchioli, Jan von Arx, Walser, Simion, Marc Wieser (alle überzählig), Jung (nicht im Aufgebot), Medvescak ohne Katic (verletzt), Kolanos, Dekanich, McLean (alle überzählig). 6. Pfostenschuss von Reto von Arx. 60. (59:05) Timeout von Medvescak, danach ohne Goalie.

si. Aus Sicht von Davos verlief einzig der Start wunschgemäss. Nach 87 Sekunden schlenzte Marcus Paulsson den Puck halb hoch ins Tor. Mark Owuya, der inzwischen sechste Keeper Zagrebs, griff ziemlich unbedarft ins Leere. Die Schubwirkung des frühen Vorteils hielt sich dann allerdings in Grenzen. Angesichts ihres bislang eher unvorteilhaften Saisonverlaufs trat die Zagreber «Nordamerika-Auswahl» respektabel und als Einheit auf. Medvescak liess sich keinesfalls überrollen und verhielt sich taktisch clever. Ihre in der NLA im Wochentakt demonstrierte Heimstärke (77 Treffer in 16 Partien) spielten die Bündner kaum aus. Sie waren im Schlussdrittel gegen die Nummer 22 des KHL-Rankings gar auf die Fangkunst von Leonardo Genoni angewiesen, um nicht noch mehr in Bedrängnis zu geraten. Den zweiten Ruhetag hat sich Arno Del Curtos für einmal minimalistische Equipe mit gedrosseltem Motor erspielt. Zur perfekten Schweizer Zwischenbilanz mit zwei Halbfinalisten genügte gegen die Ballsport-Nation ein Fussballresultat. Zagreb erhält heute im Duell der KHL-Klubs die letzte Chance, eine Überraschung zu schaffen. Derweil wird bei den Davosern gegrübelt: Ob die verhaltene Performance im Zusammenhang mit dem brisanten «Vorspiel» um Reto von Arx steht?

Geplänkel neben dem Eis

Die Galionsfigur der goldenen HCD-Epoche hatte die Bündner Idylle mit deutlichen Statements zur beruflichen Zukunft gestört und innerhalb des Klubs erhebliche Irritationen ausgelöst. Mutmasslich haben sich die Beteiligten seit dem 2:1 gegen das Team Canada mehr mit der ungelösten Situation um den langjährigen Leitwolf befasst als mit der Vorbereitung des letzten Gruppenspiels. «RvA» kündigte in einem Interview an, «ab sofort mit anderen Klubs zu verhandeln». Der zum Verteidiger umfunktionierte fünffache Meister-Center goutiert nicht, dass der HCD offenbar ohne seinen Bruder Jan (gegen Zagreb erneut überzählig) plant und das Gehalt des bald 39-jährigen Stars zu seinen Ungunsten anpassen will.

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