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Die Schweiz war angeblich auch im Rennen

Wien. – Im Rennen um die Winterszenen für den neuen James-Bond-Film «Spectre» waren auch die Schweiz und Italien, wie der Chef der österreichischen Filmförder-Agentur Location Austria, Arie Bohrer, gestern in einem Interview erzählte.

Südostschweiz
06.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

Allerdings bestätigten dies auf Anfrage weder das Bundesamt für Kultur (BAK) noch Schweiz Tourismus oder Swiss Films.

Die drei Drehorte in Österreich hätten das beste Gesamtpaket geboten, erklärte Bohrer. Dazu zählten aus seiner Sicht spektakuläre Orte wie das neue Restaurant im Gletschergebiet von Sölden, die Infrastruktur für die zwei Film-Crews von zusammen 500 Mitarbeitern sowie Geld aus dem Fördertopf. Angesichts eines Jahresbudgets der österreichischen Filmförderung von 1,5 Millionen Euro sei der gezahlte Betrag für eine Produktion, die auf Gesamtkosten von 300 Millionen Euro geschätzt wird, zwar auf den ersten Blick kaum nennenswert. «Aber der entscheidende Punkt ist, dass man überhaupt etwas anbieten kann.»

Ab 2016 will das BAK mit dem Programm Filmstandort Schweiz jährlich sechs Millionen Franken in die Förderung des Drehorts Schweiz stecken. Dies aber nicht nur zum Anlocken internationaler Produktionen, sondern vor allem auch, um zu verhindern, dass Schweizer Filme aus Kostengründen im Ausland gedreht werden.

In Sachen Agent 007 kam die Schweiz schon 1969 zu Ehren: Damals wurde ein grosser Teil der Szenen aus «On Her Majesty’s Secret Service» auf dem Schilthorn im Berner Oberland gedreht. James Bond war der Australier George Lazenby, der nur in diesem einen James-Bond-Streifen mitwirkte. (sda/so)

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