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Die Schanze wird saniert

Engelberg Die Skispringen sind für diese Saison vorbei. Jetzt wird die Grossschanze umgebaut. Im Frühling geht es los.

Südostschweiz
31.12.14 - 01:00 Uhr
Zeitung

MArtin Uebelhart

Knapp 3 Millionen Franken kostet der Umbau der Engelberger Sprungschanze. Zu tun gibt es einiges. Der Anlauf wird neu angelegt, um den geltenden Wettkampfnormen zu entsprechen, und die Beleuchtung und die Holztreppen auf beiden Seiten werden erneuert. Gerade beim Anlauf sei noch einiges offen, sagt Ernst von Holzen. «Im Januar finden Gespräche mit Systemanbietern statt.» Dann werde sich zeigen, ob ein spezielles System für den Anlauf angeschafft werde, so der OK-Präsident der Skispringen. Eine solche Anlage habe den Vorteil, dass das Präparieren einfacher sei. «Im Prinzip können wir den Strom einschalten, und die Anlaufspur vereist. Heute richten die Schanzenbauer den Anlauf mit grossem Aufwand von Hand her», erklärt von Holzen. Den Entscheid über den Kauf einer solchen Anlage wollen die Engelberger Ende Januar treffen. Sukzessive würden immer mehr Schanzen mit diesen Anlagen ausgerüstet, was dazu führe, dass jede Schanze fast gleich daherkomme. Gleichzeitig erhöhe das den Druck, früher oder später eine solche Anlage haben zu müssen.

Neue Beleuchtung

Komplett erneuert wird auch die Flutlichtanlage. «Die Beleuchtung wird für Fernsehübertragungen tauglich sein. Das ermöglicht es uns, das Springen am Samstag gegen Abend durchzuführen, wenn es bereits dunkel ist», erklärt Ernst von Holzen. Gewisse Anpassungen gebe es auch an der Schanzengeometrie, «damit wir die Vorgaben des FIS, des internationalen Skiverbandes, erfüllen», wie er weiter erläutert. Rund 2,9 Millionen kostet der Umbau der Schanze insgesamt. «Das ist der aktuelle Stand der Planung. Die genauen Kosten werden wir kennen, wenn wir die Arbeiten vergeben haben», hält von Holzen fest. Eine Million steuert der Bund über das Nationale Sportanlagenkonzept (Nasak) bei. 750?000 Franken kommen vom Kanton Obwalden. 900?000 Franken bewilligten die Engelberger Stimmbürger im vergangenen März an einer ausserordentlichen Talgemeinde. Von den Wettkämpfen profitiere die ganze Region in hohem Masse, begründete der Gemeinderat damals seinen Antrag. Das Skispringen generiere für die Region eine jährliche Wertschöpfung von rund 3?Millionen Franken.

Ein Teil der Kosten bereit

Den Veranstaltern der Skispringen verbleiben Kosten von rund 250?000 Franken. «Das müssen wir selber finanzieren. Zwischen 50?000 und 100?000 Franken haben wir beisammen», so von Holzen.

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