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Die Hilfsprogramme für Griechenland

Brüssel. – Um eine Staatspleite abzuwenden, unterstützen die internationalen Geldgeber Griechenland seit Mai 2010. Dabei helfen die EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) mit zwei Hilfspaketen von zusammen rund 240 Milliarden Euro.

Südostschweiz
30.12.14 - 01:00 Uhr
Zeitung

Die Europäische Zentralbank (EZB) überwacht gemeinsam mit IWF und EU die Hilfen. Beim ersten Hilfsprogramm erhielt Athen Kredite direkt von den Euro-Partnern. 73 Milliarden Euro sind ausgezahlt worden, allein der deutsche Anteil liegt bei 15,17 Milliarden Euro. Ausserdem gab es einen Schuldenschnitt: Dabei mussten Griechenlands private Gläubiger mehr als die Hälfte ihrer Forderungen abschreiben. Dieser Schritt vom März 2012 verringerte den Schuldenberg Griechenlands auf einen Schlag um 100 Milliarden Euro.

Aus dem zweiten Hilfsprogramm sind bislang rund 153 Milliarden Euro nach Griechenland geflossen. Sie kommen aus dem gemeinsamen Euro-Rettungsschirm EFSF und vom IWF. Eine vereinbarte letzte Zahlung von 1,8 Milliarden Euro, die eigentlich schon geflossen sein sollten, steht immer noch aus. Ob es überhaupt noch zu dieser Zahlung kommt, ist völlig offen. Der IWF kündigte an, die Verhandlungen würden mit der neuen Regierung weitergeführt. Nicht nur der IWF, sondern auch Griechenland selbst, sieht nach Abschluss des laufenden Hilfsprogramms weiteren Bedarf an Finanzbeistand. (sda)

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