Die früheren Erzrivalen im Freundschaftsduell
Die Bündner Derbys zwischen dem HC Davos und dem EHC Arosa haben in den Achtzigerjahren zu den nationalen Eishockey-Höhepunkten gezählt. Gestern trafen sich die ehemaligen Cracks zu einem Legendenspiel in Davos.
Die Bündner Derbys zwischen dem HC Davos und dem EHC Arosa haben in den Achtzigerjahren zu den nationalen Eishockey-Höhepunkten gezählt. Gestern trafen sich die ehemaligen Cracks zu einem Legendenspiel in Davos.
Von Hansruedi Camenisch
Eishockey. – Das waren noch Zeiten, als sich der HCD und Arosa in heissen Derbys um den Schweizer-Meister-Titel bekämpften. Gestern Vormittag gabs ein Wiedersehen. Reto Dekumbis zum Beispiel erinnert sich noch haargenau und schildert im Detail, wie er vor 30 Jahren beim 1:0-Sieg beim einzigen Treffer angespielt wird und dann den Puck an Richi Bucher vorbeibringt.
Gelernt bleibt gelernt
Dass gelernt gelernt bleibt, demonstriert Beni Neininger als nach wie vor eleganter Schlittschuhläufer. Er bildet im Legendenspiel gemeinsam mit Reto Dekumbis und Lorenzo «Lolo» Schmid, dem heutigen Aroser Gemeindepräsidenten, eine Linie. Auf der Gegenseite bringt es Marco Müller, Meister-Verteidiger beim HCD in den Achtzigerjahren, auf dem Punkt: «Der Kopf weiss noch immer, wie es geht, doch die Beine machen nicht mehr so schnell mit wie früher.»
Gecoacht werden die beiden Legendenteams von früheren Spielergrössen. Walter «Wädel» Dürst wirkt auf Davoser Seite, Markus «Blitz» Lindemann bei den Arosern. Paul Berri bringt den Coaches während des Spiels Kaffee «mit Geist» – «wie früher, als wir noch bei eisiger Kälte auf der Natureisbahn im Freien spielten», präzisiert der langjährige HCD-Materialwart.
Von Pargätzi bis Waidacher
Christian «Hitsch» Pargätzi, Stürmer beim HCD schon in der NLB in den Siebzigerjahren und mit Jahrgang 1948 der Älteste im Legendenspiel, bringt den HCD in Führung, Arosas aktuelle Nationalspielerin Nina Waidacher erzielt gegen die Davoser Goaliefrau Florence Schelling den Ausgleich. Die Davoser, welche die jüngere Mannschaft stellen, setzen sich schliesslich mit 6:3 durch. «Wir spielten noch wie damals, mit ruhigem, gepflegten Aufbau, die Davoser hingegen geradliniger und scheller, wie sie es unter Arno Del Curto heute zu tun pflegen», analysiert Dekumbis die Partie. Das Resultat ist ohnehin nebensächlich. Die mehreren 100 Zuschauer haben genau so ihren Spass auf der Tribüne wie die früheren Cracks auf dem Eis.
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