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Die Drogerie Ullius in Chur gibt auf – nach 100 Jahren

Im August schliesst die traditionsreiche Churer Drogerie Ullius die Türen – für immer. Der Betrieb sei nicht mehr rentabel zu führen gewesen, sagt Andrea Ullius, Inhaber in fünfter Familiengeneration.

Südostschweiz
07.07.13 - 02:00 Uhr

Das Geschäft mit den Touristen ist immer mehr eingebrochen

Von Olivier Berger

Gründe gebe es mehrere.

Für das Aus des Familiengeschäfts macht Ullius unter anderem den Standort am Churer Obertor verantwortlich. Dieser sei offenbar nicht mehr attraktiv genug; Laufkundschaft sei vielfach ausgeblieben. Eingebrochen sei ausserdem das Geschäft mit den Touristen. Hier habe die Drogerie den starken Franken zu spüren bekommen.

Nicht von der Bildfläche verschwinden soll der berühmte Röteli der Familie Ullius. Entweder verkaufe er Marke und Rezeptur oder er verkaufe den Röteli in einem eigenen Geschäft oder anderen Läden, erklärt Ullius.

Von einem Drogeriensterben in Graubünden kann aber nicht gesprochen werden. Zwar haben laut Kantonsapothekerin Eva Burkard-Berther in den vergangenen zehn Jahren nicht weniger als neun Drogerien ihre Tore geschlossen. In drei Fällen wurden die Drogerien aber in Apotheken umgewandelt. In den Zentren erwächst den Drogerien immer mehr Konkurrenz von den Grossverteilern, und mit deren Preispolitik können die Detailhändler nicht mithalten. In der Peripherie dagegen hat es in letzter Zeit mehrere Neueröffnungen gegeben.

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