Die besten Schwyzer Chlepfer sind erkoren
Schwyz Hervorragender Wettkampfsport zeigten die Chrüzlistreicher an der 48. Schwyzermeisterschaft. Die Besten lagen nur Nuancen auseinander.
Schwyz Hervorragender Wettkampfsport zeigten die Chrüzlistreicher an der 48. Schwyzermeisterschaft. Die Besten lagen nur Nuancen auseinander.
Erhard Gick
Die Schwyzermeisterschaft der Chrüzlistreicher ist ein kulturelles Feuerwerk der Gegensätze. So erwiesen auch dieses Jahr wieder mehrere Chlepfer dem traditionellen Anlass ihre langjährige Treue. Beat Schelbert aus Muotathal durfte für seine 40. Teilnahme von OK-Präsident Stefan Bürgler ein Präsent entgegennehmen. Franz Betschart aus Lauerz hatte bereits zum 46. Mal seine Geissel auf der Bühne zum Wettkampf angesetzt. «Wir haben aber nicht nur langjährige, treue Chlepfer. In all den Jahren hat die Qualität des Chlepfens enorm dazugewonnen», sagt OKP Stefan Bürgler. Noch vor Jahren hätte ein Chlepfer, der den Chrüzlistreich auf drei Seiten gezogen hat, den Wettstreit klar gewonnen. «Heute muss man ihn auf vier Seiten perfekt ziehen», sagt Jury-Mitglied Hermann Betschart. Und die Besten lägen enorm eng beisammen. «Für uns ist es sehr schwierig, die Vorträge zu beurteilen, so gut ist die Qualität», sagt Hermann Betschart, der ebenfalls in der Jury sitzt. «Das ist gut, der hat sehr gut gezogen. Das wird eng», sagt Hermann Betschart schon bei den besten Junioren.
Ein würdiger Sieger
René Bürgler aus Illgau darf sich seit gestern für mindestens ein Jahr Schwyzer Meister im Chrüzlistreich nennen. Er gewann den Wettbewerb hauchdünn vor Fredy Auf der Maur aus Ibach. Ein winziges Viertelpünktchen trennte Auf der Maur vom würdigen Sieger aus Illgau. Ebenfalls wieder ganz vorne anzutreffen war der Küssnachter Xaver Baggenstos auf Rang vier, und der dreifache Sieger Fredy Ulrich musste sich dieses Jahr mit Rang fünf begnügen. Dies zeigt aber, dass die Champions auch dieses Jahr wirklich unter sich waren. Während Sieger Bürgler 33,5 Punkte erreichte, totalisierte beispielsweise Ulrich immerhin noch deren 32,25.
Auch beim Nachwuchs war es sehr eng. Da waren es nur die kleinen Feinheiten, die den Sieger ausmachten. Die beiden Erstrangierten heissen beide Bürgler, kommen aus der Chlepfer-Hochburg Illgau. Der Sieger heisst?Armin, der Zweite André. Bei den Schülern gewann der Arther Marco Fässler.
Mit viel Humor moderiert
Lange Jahre dabei ist auch Speaker Josef Gwerder. «Zuerst habe ich etwa zwanzig Jahre lang selber am Chrüzlistreich gezogen, danach amtete ich jetzt wohl gute 28 Jahre als Speaker», sagt der versierte Speaker. Seine Witze und seine spitze Zunge kommen beim Publikum und bei den Chlepfern immer wieder gut an.
Auf dem Schwyzer Hauptplatz harrten gestern gut über 1000 Besucherinnen und Besucher aus, um die Vorträge zu verfolgen. Auffallend war, dass vor allem auch bei den jüngsten und bei den Junioren die Beteiligung sehr hoch war und sie mehr Aktive stellten als in anderen Jahren. Die Teilnehmerzahl von 112 Chlepfern war höchst erfreulich.
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