Die besten Pointen an der Reichsversammlung
Schwyz Ziemlicher Machtwechsel in Yeddo-Schwyz. Für ein Jahr ist Stephan Schlegel Hesonusode CXIX., neue Kronräte wurden Monika Steiner und Domenico Emanuele.
Schwyz Ziemlicher Machtwechsel in Yeddo-Schwyz. Für ein Jahr ist Stephan Schlegel Hesonusode CXIX., neue Kronräte wurden Monika Steiner und Domenico Emanuele.
Schwyz cj.Der Witz und die Lacher kommen natürlich häufig dort, wo Pointen gezielt eingesetzt werden, aber eben auch dort, wo sie unverhofft fallen. Die besten Pointen aus der gestrigen Reichsversammlung:
Zum Thema «Geri-Gate»: «Noch selten ist so viel über so wenig geschrieben worden.»
Zur Situation im Depot der Japanesen: «Im Summer isch heiss, im?Winter chalt, so isch es im Fundus halt.»
Zur Akkustik im Versammlungssaal: «Wir vom Schwerhörigenverein möchte, dass der Tenno näher beim Mikro steht.» Antwort aus der Versammlung: «Das liegt nur an deinem Hörgerät.»
Zum Bumerang-System: «Wer die eigene Briefbombe aufmacht, weil er sie zu wenig frankiert hat, der ist selber schuld.»
Zur Korrelation zwischen eidg. Abstimmung und Gesundheit: «Jetzt im Winter hat alles Grippen, nur der Ueli nicht.»
Zum Schweizer Fisch des Jahres 2015: «Ernannt worden ist der Atlantik-Lachs, obwohl der bei uns seit 65 Jahren ausgestorben ist. Offenbar hofft man auf eine Masseneinwanderung zu Wasser.»
Zur Kunst einer kurzen Rede: «Also rasch zerscht emal viellicht zwüschedure gschwind ...»
Zur Funktion der Küsswase von Seewen: «Also ich überbringe die Küsse an den Tenno eigentlich jetzt selber, lieber aber an die Mandarindli, die haben weniger Orangenhaut.»
Zu einem demografischen Langzeitphänomen: «Warum bleibt die Zahl der Homosexuellen seit Jahren stabil, obwohl die doch im Durchschnitt weniger Kinder haben?»
Zum Kater am Tag danach: «Wenn man nichts mehr weiss, dann waren es K.-o.-Tropfen.»
Josias Clavadetscher
Ein typisches Zwischenjahr zwischen zwei Spielzeiten, was die Japanesengesellschaft Schwyz jeweils zur organisatorischen Neuformierung der Leitung nutzt. Gestern ist so der bisherige Tenno Alfred Schuler nach seinem Amtsjahr zurückgetreten. Als Nachfolger gewählt worden ist der bisherige Meintschau Stephan Schlegel, der als Hesonusode CXIX. die Amtsgeschäfte leiten wird. Eine Wahl, in der auch einiges an Querverbindung steckt: Schlegel wohnt im Nachbarreich Addis-a-Seeba, und sein Bruder René ist seit Jahren amtierender Maschgradenvater der Schwyzer Nüssler. Das nennt man multilaterale Fasnachtskooperation.
Vier gehen, zwei kommen
Der Kronrat (Vorstand) allerdings sieht ziemlich anders aus als noch vor drei Tagen. Ausgetreten sind Urs Kündig, Markus Reichmuth, Bernd Pfeiffer und Christian Stucki. Neu in den Kronrat gewählt worden ist als Aktuaria Monika Steiner und als Beisitzer für die musikalischen Belange Domenico Emanuele, der Schwyzer Musikschulleiter. Damit bestehen im Kronrat nun Vakanzen, die in absehbarer Zeit wieder zu füllen sind. Immer wieder wurde an der Reichsversammlung gestern auch angedeutet, dass die Japanesengesellschaft wieder intensiver auf Werbetour gehen müsse, um den Mandarinenrat aufstocken und Kader für den Kronrat und die Führung rekrutieren zu können. Denn bald – so der neue Hesonusode – «ist ein neues Spiel in Sicht». Im Visier ist das Jahr 2018, sodass 2016 die Vorbereitungen anlaufen würden.
Michel neuer Ehrenmandarin
Das letzte Spiel ist administrativ von Kaspar Michel als OK-Präsident erfolgreich geleitet worden. Ein Neo-Japanese also, der sich schnell eingelebt und die fünf Aufführungen zum Erfolg gebracht hat. Nach Schliessung der wohl allerletzten Spielakten ist er gestern zum Ehrenmandarin ernannt worden. Damit wissen die Fasnächtler im Kanton, dass in der Regierung ein weiterer dekorierter Fasnächtler sitzt.
Höchster Fasnächtler zu Besuch
Die Reichsversammlung besucht hat auch Peter Züger, Lachen, Präsident der Närrischen Europäischen Gemeinschaft (NEG) und damit «höchster Fasnächtler Europas». Unter dem NEG-Dach findet man acht Millionen Fasnächtler in acht Ländern. Züger überbrachte der Japanesengesellschaft die Ehrenplakette.
Die Reichsversammlung war mit rund 60 Anwesenden eher mässig besucht. Aber immer wieder sehr humorvoll, geprägt von Situationskomik, von träfen Pointen und dieses Jahr auch tüchtigen politischen Seitenhieben.
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