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Diavolezza-Bahn bald geschlossen

Ungewöhnlicher Betriebsunterbruch bei der St. Moritzer Diavolezza-Luftseilbahn: Wegen Revisionsarbeiten steht die Diavolezza-Bahn nächsten Monat still.

Südostschweiz
30.12.14 - 01:00 Uhr
Zeitung

Von Milena Caderas

St. Moritz. – Vier Wochen Unterhaltsarbeiten werden jedes Jahr durchgeführt. In dieser Wintersaison reicht die übliche Revisionsdauer aber nicht aus. Nach 34 Betriebsjahren muss die Diavolezza-Luftseilbahn grösseren Revisionsarbeiten unterzogen werden. Vom 5. bis 30. Januar wird die Bahn revisionsbedingt geschlossen.

Gute Alternativen

Warum wurden die Arbeiten ausgerechnet für den Wintersportmonat Januar geplant? Werden so nicht Gäste verärgert? Wäre ein Sommermonat nicht besser gewesen? «Im Januar finden Schneesportler dank der Skigebiete Corviglia-Marguns und Lagalb sowie dem Ausflugsberg Muottas Muragl gute Alternativen vor», heisst es in einer Medienmitteilung der Engadin St. Moritz Mountains AG von gestern.

Andere Jahreszeiten ungünstig

Eine Schliessung irgendwann zwischen Frühling und Herbst wäre laut Markus Meili, Geschäftsführer der Engadin St. Moritz Mountains AG, ungünstig gewesen, sind hochalpine Tourengänge und Ausflüge während dieser Zeit doch nur auf der Diavolezza möglich.

Ski gefahren wird auf der Diavolezza von Oktober bis Mai. «Der Januar ist der schwächste Monat», sagt Meili. «Natürlich wird der eine oder andere Gast nicht erfreut sein», so der Geschäftsführer. Im Mai beispielsweise hätten sie aber deutlich mehr Bergsteiger verärgert. Insgesamt würden etwa zehn in- und externe Personen für die Revisionsarbeiten im Einsatz stehen. Wie bei einem Auto müsse auch eine Luftseilbahn von Zeit zu Zeit einem Service unterzogen werden, so Meili.

Auch das Berghaus zu

Die Diavolezza-Bahn ist der einzige Zubringer für das Berghaus «Diavolezza». Das Berghaus und der Go Vertical Rental Shop bleiben während der Zeit der Revisionsarbeiten ebenfalls geschlossen. Durchgehend geöffnet hat das Restaurant «Piz Alv» bei der Talstation der Diavolezza-Bahn.

Was den Verlauf der aktuellen Saison angeht, gibt sich Geschäftsführer Meili optimistisch. «Wir sind sehr zufrieden», kommentiert er den Start in die Wintersaison 2014/15.

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