Der Kakibaum –
Es freut uns ganz besonders, Ihnen heute am Neujahrstag und am Tag des Friedens eine kleine Geschichte über den Kaki, die «Gottesspeise», vorzustellen.
Es freut uns ganz besonders, Ihnen heute am Neujahrstag und am Tag des Friedens eine kleine Geschichte über den Kaki, die «Gottesspeise», vorzustellen.
So hiess der Kaki nämlich bei den alten Griechen – nicht ohne Grund.
Auch wenn sich an der Frucht die Geschmäcker scheiden, so hat sie, für die, welche sie mögen, eine wunderbare, «göttliche» Süsse. Ihre ursprüngliche Heimat ist Asien, angepflanzt wird aber der Kakibaum oftmals auch im Mittelmeerraum. Der Baum gehört zu den Ebenholzgewächsen und blüht vom späten Frühling bis in den Sommer hinein. Obwohl die gelblichen Blüten eher unscheinbar wirken, sind sie heiss begehrt von den Bienen. Ein ausge-wachsener Baum kann bis zu 15 Meter hoch werden. In warmen Lagen wächst der Kakibaum auch in Südtirol, ein sehr guter Platz für den Anbau ist Meran, obwohl er dort in den Villengärten oft nur als Zierbaum kultiviert wird.
Im Herbst entfaltet der Baum mit den prallen Früchten seine ganze Schönheit. Wenn das Laub abfällt und die kahlen Äste mit den grossen Früchtekugeln gut sichtbar werden, ist das ein Genuss fürs Auge. Fällt dann der erste Schnee und zaubert ein Häubchen auf die orangen Früchte, gibt das für uns ein Bild grosser Poesie ab.
Man sagt, die Früchte am Baum sollen den ersten Frost erleben, damit sie weich und geniessbar werden, denn sie enthalten sehr viel adstringierenden Gerbstoff, solange sie hart sind. Zu lange mit der Ernte zuwarten empfiehlt sich allerdings nicht, da die gefrässigen Amseln der Gerbstoff wenig schert und sie regelmässig ihre Festbankette im kahlen Baum abhalten. Die geernteten Früchte reifen kühl gelagert langsam nach, legt man Äpfel dazu, geht die Riefe wesentlich schneller. Im Geschmack erinnern die reifen, weichen Früchte an Aprikosen, Vanille, manche sogar an süsse, reife Tomaten und an echten Bienenhonig. Kakis enthalten das wertvolle Beta-Carotin, Vitamin A, Zucker und nicht zu vergessen, die Gerbsäure Tannin. Im Kuppelrain verwenden und essen wir nur Kakis aus Meran, die schmecken am besten, sind unbehandelt, ohne Schadstoffe und von einer Süsse, die süchtig macht. Wir bereiten aus Kakis auch eine Konfitüre zu: Zur Fruchtmasse (wichtig ohne Schalen) etwas reinen Bienenhonig geben, und das ganze mit Apfelpektin gelieren, kurz nochmals aufkochen, und in kleine sterilisierte Konfi-Gläschen abfüllen. Schmeckt herrlich, passt wunderbar zu einem Wintertag!
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