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Dem Gehör die nötige Aufmerksamkeit geben

Lärm ist ein ständiger Begleiter in der heutigen Zeit. Um das Gehör zu schonen, raten Fachleute, rechtzeitig zu reagieren.

Südostschweiz
07.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

Von Kristin Kruthaup (sda)

Wer in einer lauten Umgebung arbeitet, sollte den Ohren in der Freizeit etwas Ruhe gönnen. Darauf weist Arbeitsmediziner Patrick Kurtz hin. Das Gehör brauche Zeit, um sich zu regenerieren. Nach einem langen Arbeitstag, etwa auf einer Baustelle, sollten Arbeitnehmer auf dem Heimweg nicht noch laute Musik im Auto hören.

Nachlässigkeit vermeiden

Sind Arbeitnehmer auf Dauer einem Lärm von über 85 dBA ausgesetzt, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass sie auf Dauer eine Lärmschwerhörigkeit entwickeln. Die Abkürzung dBA bezeichnet den wahrgenommenen Schalldruckpegel und gibt Auskunft darüber, wie laut ein Geräusch im Ohr ankommt. In einer so lauten Umgebung sollten Mitarbeiter darauf achten, dass sie ihren Gehörschutz regelmässig tragen. Oft sind sie dabei sehr nachlässig, erklärt Kurtz. Das Tückische sei, dass Mitarbeiter lange denken, dass sie kein Problem haben – bis sie schwerhörig sind und der Schaden irreparabel ist. Wichtig ist ausserdem, nicht irgendeinen Gehörschutz zu nehmen, sondern ein individuell an das Ohr angepasstes Modell.

Der Cocktail-Party-Effekt

Ein erstes Anzeichen für Lärmschwerhörigkeit sei der sogenannte Cocktail-Party-Effekt, erläutert Kurtz. Gemeint ist damit, dass Betroffene in einem Raum voller Menschen ihr Gegenüber nicht oder kaum verstehen, weil sie die Stimme des Gesprächspartners nicht aus dem Stimmengewirr heraushören können.

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