Das Publikum muss hinter Gitter
So könne es nicht weitergehen, sagt Emil Gartmann. Iris Peng pflichtet ihm bei. Der Leiter der städtischen Sicherheitspolizei und die Präsidentin der Fasnachtsvereinigung Chur meinen damit das Umfeld rund um den grossen Fasnachtsumzug, der jedes Jahr bis zu 25 000 Zuschauerinnen und Zuschauer anlockt.
So könne es nicht weitergehen, sagt Emil Gartmann. Iris Peng pflichtet ihm bei. Der Leiter der städtischen Sicherheitspolizei und die Präsidentin der Fasnachtsvereinigung Chur meinen damit das Umfeld rund um den grossen Fasnachtsumzug, der jedes Jahr bis zu 25 000 Zuschauerinnen und Zuschauer anlockt.
So könne es nicht weitergehen, sagt Emil Gartmann. Iris Peng pflichtet ihm bei. Der Leiter der städtischen Sicherheitspolizei und die Präsidentin der Fasnachtsvereinigung Chur meinen damit das Umfeld rund um den grossen Fasnachtsumzug, der jedes Jahr bis zu 25 000 Zuschauerinnen und Zuschauer anlockt. In diesem Jahr zieht der Narrenkorso am Samstag, 14. Februar, ab 14 Uhr von der Kasernenstrasse aus mit 46 Guggen und Sujets durch die Innenstadt.
Das Gros des Publikums stehe längst nicht mehr nur einfach am Strassenrand, es vermische sich zunehmend mit dem Umzug, weiss Gartmann und bezieht sich dabei auf Erfahrungswerte der letzten Jahre. «Und das stellt vor allem für Kinder eine grosse Gefahr dar.» Viele von ihnen seien unbeaufsichtigt und kämen so den Umzugswagen viel zu nahe. Auch Fasnachtspräsidentin Peng ortet darin ein grosses Gefahrenpotenzial – und zwar nicht nur für die Kinder.
Ausserdem seien immer wieder Klagen von Guggenmusikformationen und Kliggen eingegangen, weil sich das Publikum zu nahe am Umzugsgeschehen bewege, sagt Peng. «Vor allem die Musikantinnen und Musikanten sehen sich zunehmend Belästigungen ausgesetzt, und auch die Kliggen schätzen es nicht, wenn Zuschauer ungefragt auf die Wagen steigen.» Für die beiden ist aufgrund dieser Ausgangslage eines klar: «Das können wir nicht länger verantworten, die Sicherheit am Fasnachtsumzug muss verbessert werden.» Schliesslich müssten die Polizei als Bewilligungsinstanz und die Fasnachtsvereinigung als Organisatorin die Sicherheit gewährleisten können, führen Peng und Gartmann weiter aus.
Also haben sich Vertreterinnen und Vertreter der Stadtpolizei sowie der Fasnachtsvereinigung zusammengesetzt und «im Sinne eines Versuchs», wie Peng und Gartmann betonen, ein neues Sicherheitskonzept erarbeitet. Das Herzstück dabei bildet eine «Vollabsperrung der gesamten Umzugsroute», wie es Gartmann formuliert. Bisher wurden aus Sicherheitsgründen nur einzelne Strassenabschnitte punktuell mit Abschrankungen versehen, wie etwa jener am Obertor. Konkret werden an den Strassenrändern Absperrgitter montiert, damit das Publikum dort bleibt, wo es hingehört: aufs Trottoir. Dort, wo keine Gitter aufgestellt werden könnten, würden Kunststoffbänder gespannt oder vorhandene Kettenzäune genutzt, erklärt Gartmann. Das Absperrkonzept sei zwar mit erheblichem Mehraufwand und höheren Kosten verbunden. Es sei aber nicht zuletzt dank der Mithilfe von Mitgliedern der Zivilschutzpolizei sowie den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern der Fasnachtsvereinigung umsetzbar.
Gleichzeitig wurde die Umzugsroute abgeändert beziehungsweise um rund ein Viertel gekürzt. Die Narrenparade zieht nicht mehr wie bisher üblich durch die Poststrasse. Neu endet der Umzug bereits in der Quaderstrasse, auf Höhe Zeughausstrasse. Wagen und «Fussvolk» trennen sich dort. Letzteres begibt sich, wie Peng und Gartmann erklären, via Zeughausstrasse, Grabenstrasse, Vasella-Passage und Storchengasse auf den Kornplatz, wo das Monsterkonzert stattfindet. Der Rest der Route bleibt unverändert.
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