Das Kerenzerbergrennen wird neu aufgelegt
Statt aufzugeben, haben die Kerenzerbergrennen-Fans Reglemente gewälzt. Und Wege gefunden, damit das Rennen auf den Kehren ob Mollis schon im Mai wieder aufleben kann.
Statt aufzugeben, haben die Kerenzerbergrennen-Fans Reglemente gewälzt. Und Wege gefunden, damit das Rennen auf den Kehren ob Mollis schon im Mai wieder aufleben kann.
Von Fridolin Rast
Mollis. – Für jedes der drei vergangenen Jahre war ein Revival angekündigt. Doch das Kerenzerbergrennen von 1967 bis 1970 wurde auch 2014 abgewinkt. Grund waren Reglemente, die von den Fahrern teure Teilnahmegebühren und obligatorische Kurse verlangt hätten, wie Koni Strittmatter damals der «Südostschweiz» sagte.
Verbandswechsel mit Tempolimit
Nun sieht es anders aus: Am Wochenende vom 29. bis 31. Mai soll das Kerenzerberg Revival 2015 stattfinden, wie er bestätigt. «Und das freut mich riesig.» Denn Strittmatter hat einen Weg gefunden, dass die Oldtimerfans keine Rennlizenz lösen müssen: «Ich habe gewisse Nachforschungen gemacht und realisiert, dass ein anderer Dachverband, die Fiva, weniger hohe Hürden aufstellt.»
Konkret: Unter den Reglementen des Oldtimer-Verbands Fiva, der Fédération Internationale des Véhicules Anciens, ist die Austragung der Gleichmässigkeitsprüfungen möglich – unter der Bedingung, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit bei maximal 80 Stundenkilometern liegt. «Das war ein längerer Prozess, und es ist möglicherweise das erste Mal, dass in der Schweiz Wertungsläufe unter Fiva-Reglement stattfinden», erklärt Strittmatter, der bis 2014 auch Veranstalter des Arosa Classic Car Race war. Eine zweite Kategorie geht bis maximal 50 Stundenkilometer im Schnitt.
So kann das Revival stattfinden, das 2014 noch an den Vorschriften von Auto Sport Schweiz (ASS) scheiterte. Denn, so Strittmatter, die zwei Dachverbände Fiva und FIA (Fédération Internationale de l’Automobile) haben sich in einer Konvention verständigt. Anderseits unterstehen Geschwindigkeitsrennen den Reglementen der ASS/FIA. Das gilt auch für die Rennkategorie, die am Kerenzer als dritte ausgeschrieben ist und für welche die Anfrage bei ASS laufe.
Schriftliche Zusagen von Kanton und Gemeinde Glarus Nord habe man in der kurzen Zeit noch nicht einholen können, so Strittmatter. Doch man habe positive Signale – und könne bei der Gemeinde an einen positiven Entscheid von 2013 anknüpfen. Die bisher bekannten Auflagen könne man als Organisator erfüllen.
Die Fahrer sind schon am Start
Auch bei den Fahrern komme das Rennen gut an, freut sich Strittmatter: «Obwohl wir erst am 23. Dezember freigeschaltet haben, sind schon mehr als 25 Fahrer registriert – ein schöner Erfolg mit überraschend vielen Vorkriegsfahrzeugen.» Schon der Prolog im Herbst 2014 habe mit 65 Teams viel Interesse gefunden.
Er freue sich über jede Anmeldung, sagt Strittmatter auf die Frage nach seinem Lieblingsfahrzeug: «Doch der BMW 328 ist ein recht seltenes und sehr schönes Auto.» Aus den 1930er Jahren stammt auch der Riley 12/4, ein englischer Sportwagen, mit dem sich Meinolf Zarnitz, Hotelier in Elm, schon angemeldet hat: «Wenn an dem Datum kein Grossanlass ist in unserem Betrieb, fahre ich diese Strecke – zum ersten Mal.» Der Kerenzer sei sehr interessant für Vorkriegsautos: «In den Kehren können wir noch mithalten, während oben auf der geraderen Strecke andere schneller sind.»
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