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Das Jahresende sorgt für Hochwinter

Wetter Der Dezember, der bis zum 28. viel zu warm war, zeigt nun die kalte Schulter – mit viel Schnee und Eis.

Südostschweiz
31.12.14 - 01:00 Uhr
Zeitung

Ernst Immoos

Das Jahr 2014 blieb bezüglich Eistagen einiges schuldig, denn im Schnitt sind es pro Jahr bis ein Dutzend Tage, an denen die Temperaturen nie über die Nullgradgrenze ansteigen. Bis am 28. Dezember lagen die mittleren Monatstemperaturwerte mit plus 3,9 Grad um 2,7 Grad höher als im Vorjahresmonat. Das hat sich nun schlagartig geändert. In der Nacht auf Montag wurde es bissig kalt, und der erste Eistag wird wohl auch der kälteste in diesem Jahr werden. Während auf der Glattalp minus 31,3 Grad registriert wurden, lagen im Talkessel Schwyz die tiefsten Werte bei minus 8,3 Grad. Nicht nur Väterchen Frost führt zurzeit das Zepter, auch Frau Holle sorgt für grosse Schneemassen. In den höheren Lagen stieg die Schneehöhe über einen Meter an. Der Schneefall war aber recht ungleich verteilt. Wie Meteoschweiz mitteilte, wurde auf dem Zürichberg mit 25 cm Schnee mehr von der weissen Pracht gemessen als in Arosa. Das sei seit 1949 das erste Mal, dass Ende Dezember in Zürich mehr Schnee fiel als im Bergort. Auch die nächsten Tage werden von Schneefall, Eistagen oder mindestens sehr kaltem Wetter dominiert. Das alte Jahr verabschiedet sich also eisig kalt und schneereich. Vor gut einer Woche rechnete man noch mit dem ersten «eisfreien» und gleichzeitig wärmsten Jahr aller Zeiten.

Neues Jahr mit Turbulenzen

Bereits am Berchtoldstag steigt die Schneefallgrenze wieder auf 1500 Meter über Meer an. Dann bleibt es windig und veränderlich. Eine nordwestliche Strömung führt unterschiedlich feuchte Luftmassen zum Alpenraum, so die mögliche Wetterentwicklung ab Dreikönige.

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