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Damit im Kanton nicht nur jeder jeden kennt

Als ich vor drei Jahren ins Glarnerland gezügelt bin, wusste kaum einer meiner Freunde, wo der Kanton liegt. «Was? Du ziehst ans Ende der Welt?

Südostschweiz
28.12.14 - 01:00 Uhr
Zeitung

Lukas Bertschi Redaktor

<strong>Als ich vor drei Jahren</strong> ins Glarnerland gezügelt bin, wusste kaum einer meiner Freunde, wo der Kanton liegt. «Was? Du ziehst ans Ende der Welt?» oder «Dort leben doch mehr Kühe als Menschen», hiess es. Dass der Kanton Glarus in lediglich einer Stunde mit Auto oder Zug von Zürich aus erreichbar ist, ist vielen unbekannt. Und vielen ist auch unbekannt, was das Glarnerland neben Vreni Schneider noch zu bieten hat. Und das ist einiges.

<strong>Neben Elm und</strong> Braunwald etwa das Schieferwerk in Engi, das Klöntal in Glarus – und eben auch Attraktionen im Norden wie den Kerenzerberg oder das Oberseetal. Doch was nützt das alles, wenn man dafür keine Werbung macht? Oder wenn nicht zusammen wirbt, was zusammen gehört?

<strong>Bei aller Skepsis</strong> gegenüber Labels. Eine Dachmarke «Glarnerland» macht Sinn. Vor allem dann, wenn alle im Kanton mitmachen. Statt dass jeder nur sein eigenes Pflänzchen hegt, können alle zusammen den ganzen Garten pflegen. Das Glarnerland hat das Potenzial, mehr Touristen anzuziehen – so zentral ist eine Berglandschaft kaum anderswo zu finden. Der Rest vom Kanton kann sich an Glarus Nord ruhig ein Vorbild nehmen. Damit im Glarnerland eben nicht nur jeder jeden kennt, sondern auch ausserhalb jeder das Glarnerland kennt.

lbertschi@suedostschweiz.ch

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