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Bundesrat ermöglicht Kurzarbeit als Hilfe gegen die Frankenstärke

Bern Bundesrat Johann Schneider-Ammann ermöglicht wegen des starken Frankens Kurzarbeit.

Südostschweiz
28.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

sda/red. Arbeitsausfälle werden ab sofort von der Arbeitslosenversicherung entschädigt, wie das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) mitteilte. Damit soll verhindert werden, dass Unternehmen kurzfristig Stellen streichen, weil sie nicht mehr genügend Arbeit für ihre Angestellten haben. Arbeitsausfälle aufgrund von Devisenschwankungen sollen anrechenbar sein, wenn die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Grundlage dafür liefert das Arbeitslosenversicherungsgesetz.

Preise werden gesenkt

In der Zentralschweiz sei die Stimmung momentan angespannt, «insbesondere bei den Exportierenden», erklärt Felix Howald, der Direktor der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz.

Im Kanton Schwyz können die Konsumentinnen und Konsumenten mit Preisnachlässen rechnen, wie eine kleine Umfrage des «Boten» ergab – allerdings nicht überall bereits ab sofort.

«Pfästerlipolitik»

Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse glaubt nicht, dass kurzfristig viele Unternehmen von Kurzarbeit Gebrauch machen werden.

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) bleibt bei seiner Kritik, wonach die Nationalbank für einen Kurs in «vernünftigen Bahnen» zu sorgen habe. Der Entscheid, Kurzarbeit zu ermöglichen, sei deshalb lediglich «Pflästerlipolitik».

In einem Interview mit unserer Zeitung befürchtet der frühere Preisüberwacher Rudolf H. Strahm einen Anstieg der Arbeitslosenzahl.Seiten 3 und 25

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