Bobteam Rohr rast zu Bronze
Was für ein Tag für das Glarner Bobteam um Pilot Jürg Rohr. Es holt in St. Moritz an den Schweizer Meisterschaften überraschend Bronze im Viererbob. Um ein Haar wäre es sogar Silber geworden – die Freude über Bronze überwiegt aber.
Was für ein Tag für das Glarner Bobteam um Pilot Jürg Rohr. Es holt in St. Moritz an den Schweizer Meisterschaften überraschend Bronze im Viererbob. Um ein Haar wäre es sogar Silber geworden – die Freude über Bronze überwiegt aber.
Jürg Rohr und sein Team holen an den SM in St. Moritz den dritten Platz im Viererbob
Von paul hösli
Das Bobteam um Pilot Jürg Rohr hat sich zwar vor diesen Meisterschaften in guter Form präsentiert und sich zum Ziel gesetzt, im Viererbob eine Medaille zu holen. Dass es nun auch wirklich geklappt hat, überrascht aber auch Rohr selbst ein wenig. «Wir haben uns eine Medaille zum Ziel gesetzt und hart darauf hingearbeitet, umso glücklicher sind wir nun, dass es gereicht hat», so ein glücklicher Jürg Rohr nach dem Husarenritt im Olympia Bob Run in St. Moritz.
<strong>Viel hätte nicht</strong> gefehlt, und das Bobteam Rohr – mit den Anschiebern Marco Dörig, Daniel Luchsinger und Michael Kuonen – hätte sogar die Silbermedaille geholt. Lediglich fünf Hundertstel fehlten am Schluss auf den Zweitplatzierten Martin Galliker. Nach dem ersten Lauf belegt das Team um Pilot Jürg Rohr sogar den zweiten Platz. «Diesen wollten wir unbedingt halten. Leider unterlief mir in der Ausfahrt vom zweiten Lauf im Horseshoe ein kleiner Fehler, der uns Tempo und auch ein wenig Zeit gekostet hat», bilanziert der Bobpilot. «Zudem fuhr Galliker im zweiten Lauf einfach auch sehr gut», meint Rohr weiter.
Groll hegt er deswegen aber keinen. «Klar, im ersten Moment hat es mich schon gefuchst, dass wir Silber nicht nach Hause bringen konnten. Aber mit ein bisschen Abstand betrachtet überwiegt ganz klar die Freude über Bronze», so der Molliser. Wenn man die Abstände hinter Rohr anschaut wird klar, dass Rohr mit dieser Aussage völlig recht hat. Sein Vorsprung auf den Viertplatzierten Billi Meyerhans beträgt bloss 17 Hundertstelsekunden.
<strong>Den Grundstein für</strong> diese tolle Bronzemedaille – die erste für das Bobteam Rohr an einer nationalen Meisterschaft notabene – legten sie im ersten Lauf. «Der war perfekt, da hat einfach alles zusammengepasst, und es ging zu 100 Prozent auf, vom Start bis ins Ziel», blickt Rohr auf seinen gelungen Lauf zurück.
Die bronzene Auszeichnung hilft auch ein wenig über die Enttäuschung im Zweierbob hinweg. Mit dem Rohr am Freitag zusammen mit Anschieber Fabio Badraun Siebter wurde. «Das war schon enttäuschend, denn wir haben uns aufgrund der Wetterverhältnisse schlichtweg im Material vergriffen», so ein kritischer Rohr.
Der Ärger über das Rennen im Zweierbob verflog aber spätestens mit dem Gewinn des gestrigen Edelmetalls. «Etwas Schöneres als einen solchen Trost gibt es wohl kaum», sagt Rohr lachend.
<strong>Der Erfolg gibt</strong> zudem Selbstvertrauen für kommende Aufgaben. «Zuerst werden wir ein bisschen feiern und miteinander anstossen. Mehr als eins oder zwei liegen aber nicht drin, denn wir sind mitten in der Saison und wollen den Schwung in die nächsten Rennen mitnehmen», so der Molliser.
Das nächste Rennen findet wiederum in St. Moritz statt. Vom 11. bis 18. Januar gehen im Oberengadiner Eiskanal Europacuprennen über die Bühne. Sicher kein schlechtes Omen für Rohr.
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