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Bahn nach zehn Jahren in Fahrt

Rickenbach Die Bahn auf die Rotenflue fährt seit Mitte Dezember wieder. Noch ist ein Parkhausstreit im Gange.

Südostschweiz
30.12.14 - 01:00 Uhr
Zeitung

Andreas Seeholzer

Am Donnerstag, 17. Oktober 2013, erfolgt bei der Talstation in Rickenbach der Spatenstich für die neue Rotenfluebahn. Im Jahr 2014 kommt der Bau der neuen Rotenfluebahn planmässig voran. Anfang Juli wird intensiv an den anspruchvollsten Fundamenten 14 und 15 von 16 Masten gebaut, auf dem Berg steht bereits das Fundament für die Bergstation. Ende Juli kommt es zu einem ersten Höhepunkt. Alle 16 Stützen der rund 2,8 Kilometer langen Gondelbahn werden mit dem grössten Schwerlasthelikopter der Schweiz, dem Kamov, geflogen. Die 16 Masten werden in Position montiert. Die aufwendigen Arbeiten verlaufen ohne Zwischenfall. Insgesamt werden 200 Tonnen Material verbaut.

Das Seil wird eingezogen

Bis im September sind die Arbeiten so weit fortgeschritten, dass das Seil eingezogen werden kann: Eine Woche lang wird ein Seil um das andere den Berg hoch- und wieder ins Tal hinuntergezogen, bis letztlich das endgültige zwischen Rickenbach und der Rotenflue hängt. Schliesslich werden die Enden verbunden, sodass das Seil künftig an einem Stück rundläuft. Das Seil ist 5,8 Kilometer lang. Im August wird bekannt, dass die Pächter für das Berggasthaus Rotenflue Roli und Carmela Erni sind. Am 26. September nehmen 369 Aktionäre an der Aktionärsversammlung im MythenForum in Schwyz teil. Am 16. Oktober sind die Gondeln montiert, und die Bahn dreht erste Runden. Am Freitag, 5. Dezember, ist die Betriebsbewilligung da, am Montag, 8. Dezember, darf die Bahn loslegen.

Am Dienstag, 9. Dezember, fahren die 185 Schulkinder der Schule Rickenbach auf die Rotenflue. Am folgenden Freitag nehmen an der Eröffnungsfeier auf der Rotenflue 300 geladenen Gäste teil. Pfarrer Reto Müller segnet die Bahn ein. Mehr als 3000 Personen sind es, die am Wochenende mit der neuen Bahn fahren. Während die Bauarbeiten für die Bahn 2014 zügig laufen, harzt das Parkhausprojekt. Anfang Juni entscheidet die Regierung: Die Beschwerde gegen das geplante Parkhaus bei der Talstation der neuen Rotenfluebahn in Rickenbach wird abgewiesen. Es ist der vierte positive Entscheid für die Rotenfluebahn, seit zwei Jahre zuvor das Baugesuch für das geplante Parkhaus der neuen Ro-tenfluebahn ausgeschrieben wurde. Doch die drei Anwohner, die sich gegen den Bau eines Parkhauses bei der Talstation der Rotenfluebahn in Rickenbach wehren, lassen nicht locker. Nachdem sie zweimal schon mit ihrem Anliegen beim Schwyzer Verwaltungsgericht teilweise oder ganz unterlegen sind, ziehen sie den Rechtsstreit Ende 2014 vors Bundesgericht.

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