Autobranche bleibt innovativ: 2015 fahren 180 Neuheiten vor
Pfeffer und Salz der Autobranche sind die Neuheiten; das wird auch 2015 so bleiben. Insgesamt sind für den euro-päischen Markt über 180 Neuerscheinungen über das ganze Segment angesagt, so viel wie nie in den letzten Jahren.
Pfeffer und Salz der Autobranche sind die Neuheiten; das wird auch 2015 so bleiben. Insgesamt sind für den euro-päischen Markt über 180 Neuerscheinungen über das ganze Segment angesagt, so viel wie nie in den letzten Jahren.
Von Hanspeter Rennhard
Chur. – Die Verkaufsbücher für 2014 sind geschlossen; der Schweizer Automarkt 2014 wird als mittelprächtig in die Geschichte eingehen. Die exakten PW-Verkaufszahlen werden in den nächsten Tagen erwartet. Die Neuimmatrikulationen dürften bei knapp 300 000 Einheiten liegen, das Minus dürfte etwa drei Prozent betragen.
Deutsche Autos haben Nase vorn
Für die Schweizer Autokäufer sind und bleiben Autos aus Deutschland erste Wahl. Auch 2014 entschieden sich gut 40 Prozent für ein Produkt aus unserem nördlichen Nachbarland. Mindestens 70 Neuheiten haben die deutschen Traditionsmarken Audi, BMW, Ford, Mercedes-Benz, Mini, Opel, Porsche, Smart und VW für 2015 angekündigt.
• Demnächst (Januar/Februar) startet Audi mit dem facegelifteten A1 und Q3, zum Frühling folgt der TT als Coupé und Roadster und später im Jahr der RS3, Q7, R8 und gegen Jahresende der A4.
• Sehr innovativ auch BMW, zusammen mit der Partnermarke Mini haben die Bayern ein Dutzend Neuheiten in der Pipeline, wobei zum Frühjahr das neue 2er-Cabrio Lust auf die wärmere Jahreszeit macht. Weitere Neuheiten sind der 2er Grand Tourer, der X5 Plug-in-Hybrid sowie die aufgepeppten Modelle Sechser, Einser und Dreier. Später im Jahr folgen der neue X1 und der 7er. Mini hat die Neuheiten John Cooper Works sowie Clubman im Beton.
• Recht aktiv präsentiert sich Ford mit dem überfälligen Mondeo (später auch als Vigniale), dem Focus ST, dem C- und S-Max sowie dem Mustang und Edge. Wachsen will Ford beim 4x4-Angebot.
• Mit 17 angekündigten Neuheiten ist Mercedes-Benz zusammen mit dem kleinen Smart weiter im Vormarsch. Der Kleinwagen startet zum Jahresbeginn mit dem brandneuen Fortwo und ergänzt das Angebot im Frühsommer mit dem Forfour und gegen Jahresende mit dem Cabrio. Mercedes bringt mit dem S600 den Namen Maybach zurück, brandneu auch der CLA Shooting Brake sowie das GLE- Coupé. AMG alimentiert künftig die neue C-Klasse, die A-Klasse erhält eine Modifikation, zudem kommen weitere Plug-in-Hybride dazu.
• Gegen zehn Neuheiten hält Opel bereit. In diesen Tagen startet der neue Corsa, kurz danach der Adam S sowie der Insignia mit neuem 2.0-Diesel-Power (170 PS). Aufgewertet kommt der Zafira Tourer des Weges und OPC pusht den neuen Corsa mit zusätzlichen Pferden. Mit dem Karl setzt Opel zudem ein Standbein bei den Kleinstwagen.
• Porsche kündigt im Frühjahr vom Boxster und Cayman den GT4 an und spendiert dem Cayenne den Turbo S. Der Traditionssportler 911 bekommt ein Facelift, und im Dezember kommt der Macan als GTS.
• Volkswagen fügt im Frühjahr dem Golf Variant als Alltrack, GTD und R weitere Varianten an. Ganz wichtig dann im Sommer der Passat als GTE (Plug-in-Hybrid), zudem werden im Herbst der Tiguan und Beetle Dune vorgestellt.
Design immer wichtiger
Beim Kauf eines Neuwagens spielt das Design eine immer grössere Rolle. Diesem Trend will speziell Renault folgen. Ein Beispiel dazu ist der neue Espace, der künftig der Schönling unter den Vans sein will. Gespannt ist man auf den neuen Kompakt-SUV (noch ohne Name), zudem gibt es Nachfolgemodelle beim Laguna und Mégane. Citroën hat Modifikationen beim C4, DS5, Berlingo und DS4 angekündigt.
Good-News bei Skoda: Nach dem Fabia Combi (Januar) startet Mitte Jahr der Superb der dritten Generation. Weiter in der Erfolgsspur fahren will Seat mit dem Seat Leon ST Cupra sowie mit den Facelifts beim Ibiza, Toledo und Alhambra.
Weiter am Design feilt auch Volvo bei den neuen Modellen. Den Start macht im Frühling der brandneue XC90, danach folgen der V60 Cross Country sowie der XC90 als innovativer T8 Plug-in-Hybrid. Wichtigste Neuheiten bei Fiat sind der 500X (auch als Allradler) sowie der zusammen mit Mazda (MX-5) entstehende Spyder. Alfa Romeo entlässt den längst angekündigten 4C Spyder auf die Strasse und kündigt zudem eine Mittelklasse-Limousine mit Hinterradantrieb an.
Fernost will wieder wachsen
Die Japaner, die einst den Europäern das Wasser abgraben wollten, waren 2014 unterschiedlich erfolgreich. Der noch immer weltgrösste Hersteller Toyota sowie Subaru, Honda und Nissan büssten 2014 verkaufsmässig ein, nur Suzuki und Lexus konnten zulegen. Sämtlich Anbieter aus dem Land der aufgehenden Sonne bringen neue Modele auf den Markt. Die wichtigsten sind von Toyota die facegelifteten Modelle Avensis und Auris. Nissan will mit dem Pulsar im Kompaktsegment punkten und lanciert beim Qashqai und X-Trail neue Dieselmotoren. Sehr innovativ ist Honda mit Modellaufwertungen beim CR-V. Neu aufgelegt wird der HR-V, Jazz sowie Civic Type R. Wichtigste Neuheit bei Suzuki ist der Vitara.
Die Koreaner wollen den 2014 angedeuteten Vormarsch fortsetzen. Dabei kündigt Hyundai gleich zehn (!) Neuheiten in allen Segmenten an. Kia lanciert demnächst den neuen Sorento (Bild), danach folgen Aufwertungen beim Rio, Venga, Picanto und Ceed, im Frühherbst folgt der neue Optima. Bei Ssang Yong ist man auf die Neuheit X100 gespannt.
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