Auf diese süssen Törtchen fliegen Luzerner
Trend Cupcakes sind erst ?in den letzten Jahren nach ?Luzern gelangt. Inzwischen schiessen Läden und Anbieter von Backkursen wie Pilze aus dem Boden.
Trend Cupcakes sind erst ?in den letzten Jahren nach ?Luzern gelangt. Inzwischen schiessen Läden und Anbieter von Backkursen wie Pilze aus dem Boden.
Natalie Ehrenzweig
Jüngstes Beispiel für den Cupcake-Trend ist «Charming Cakes», das letzten November eröffnet hat. Auch Inhaberin Irène Gaehwiler haben es die kleinen Küchlein, die früher in einer Tasse gebacken wurden und so zu ihrem Namen kamen, angetan. «Auf Cupcakes lässt sich mit einer Zuckermasse – dem sogenannten Fondant – die ganze Welt abbilden», erklärt sie ihre Faszination. «Zudem sind sie vom Dekorieren her ein guter Einstieg ins Cakedesign.»
150 Cupcakes pro Tag verkauft
Dekorieren, das macht auch Pascal Rojko. Seit letztem September betreibt er mit seinem Geschäftspartner und besten Freund Roger Gmür das «Filou & Bengel», das 2010 unter dem damaligem Namen «Maison Goût» als erster Laden in Luzern Cupcakes anbot. «Cupcakes waren eigentlich nicht in unserem Konzept, aber sie liefen beim Vorgänger so gut, dass wir sie behielten. Jetzt steh ich also morgens in der Küche und dekoriere die Cupcakes, die von unserer Bäckerin liebevoll gebacken werden», schmunzelt er. Bis zu 150 kleine Küchlein verkauft er pro Tag.
Cupcakes werden oft fotografiert
Doris Hafenmayer von «Crazy Cup Cake» hat schon früher Fingerfood gemacht. «Zufällig stiess ich dann durch eine Kollegin auf die Cupcakes. Mir gefällt das Dekorieren. Und obwohl die Cupcakes im Laden nicht spektakulär dekoriert sind, werden sie oft fotografiert», erzählt sie. Hübsche Cupcakes gibt es auch wieder bei Nela Bildstein von «Vinedo Cup Cakes» zu kaufen.
Kunden suchen Nostalgie
Kleine Küchlein mit Schokolade-, Vanille- oder auch mal Karotten-Geschmack, getoppt mit einer Haube, meist aus Frischkäse und Puderzucker, mit kleinen rosa Herzen, farbigen Streuseln oder Ähnlichem dekoriert: Sehnen sich die Kunden nach etwas Kitsch und Romantik? «Ich glaube schon, dass die Kunden die Nostalgie mögen. Ich habe ja auch meinen Laden so eingerichtet», meint Doris Hafenmayer. «Es gibt Kunden, die hereinkommen und, wenn sie die Cupcakes sehen, ‹Jööh› sagen», lacht Pascal Rojko, der auch bei anderen Produkten auf bewährte Werte setzt: «Das mögen die Kunden.»
Kreatives Arbeiten
Doch nicht nur hübsch verzierte Küchlein zu essen, ist im Trend. Auch diese selber zu machen, ist beliebt. Reika Budmiger-Meier aus Adligenswil bietet mit Cupcakery nebenberuflich solche Kurse an.
«Ich führe einmal im Monat einen Kurs durch, nachdem ich danach gefragt worden bin. Das Dekorieren macht den Leuten grossen Spass.» Auch Irène Gaehwiler stellt fest: «Die Kursteilnehmer mögen das kreative Arbeiten, das Sich-Zeit-Nehmen und das sichtbare Produkt.»
Traum verwirklichen
Natürlich kann man bei ihr wie auch bei Carmen Lippuner-Thaddey von «Carmens Cup Cake» nicht nur Kurse besuchen, sondern auch Cupcakes oder Torten bestellen.
Carmen Lippuner hat die Cupcakes in den USA entdeckt, wo zum Beispiel die Cupcakes der Magnolia Bakery durch die Serie «Sex and the City» berühmt wurden und wo in der Serie «2 Broke Girls» zwei junge Frauen den Traum verfolgen, einen Cupcake-Laden zu eröffnen. Einen Traum, den auch in Luzern einige träumen – und verwirklichen.
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