Assistenzärzte werden rar
Von Mangel an Haus- ärzten ist oft die Rede. Nun bekunden aber auch Spitäler zusehends Probleme mit der Ärzterekrutierung.
Von Mangel an Haus- ärzten ist oft die Rede. Nun bekunden aber auch Spitäler zusehends Probleme mit der Ärzterekrutierung.
Von Silvia Kessler
Je entlegener der Klinikstandort, desto schwieriger wird es, genug Assistenzärzte für Medizin, Chirurgie und Psychiatrie zu gewinnen. So zeigt eine BT-Umfrage auf, dass es im zentral gelegenen Kantonsspital Graubünden (KSGR) in Chur derzeit kein Problem ist, die 120 Assistenzarzt-Stellen zu besetzen. In Davos ist die Rekrutierung laut dem stellvertretenden Spitaldirektor Fritz Brand ein «Auf und Ab». Bis Ende Jahr stünden die Zeichen aber gut, und auch für die Dauer der gesamten Wintersaison seien die zwölf Assistenzarzt-Stellen so gut wie besetzt.
In den Regionalspitälern in Ilanz, Samedan und Thusis aber sind zurzeit einige Anstrengungen nötig, um die freien Arztstellen besetzen zu können. Markus Furrer, Chefarzt Chirurgie im KSGR, stellt fest, dass es weniger Bewerbungen von Assistenzärzten aus Deutschland gibt. «Offensichtlich sind die Arbeitsbedingungen dort besser geworden.» Unter den gegebenen Umständen wünschen sich die Klinikleitungen in den Regionen erst recht, dass in der Schweiz wieder mehr Medizinstudenten zugelassen werden. Durch ihre dezentrale Lage sehen sie sich gegenüber den Kliniken in den Zentren nämlich doppelt herausgefordert.
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