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Antti Pihlström: «Wir haben noch Power gegen Davos»

Mit einem 3:0-Sieg gegen Medvescak Zagreb hat sich Salawat Julajew Ufa gestern am Spengler Cup für den Halbfinal von heute Nachmittag gegen den HC Davos qualifiziert. Für die Russen kommt es zum vierten Match innert 72 Stunden.

Südostschweiz
30.12.14 - 01:00 Uhr
Zeitung

Von Hansruedi Camenisch

Eishockey. – «Das kann ein spannender, hart umkämpfter Match werden», sagt Antti Pihlström vor der Partie gegen den HCD, und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: «Wir Spieler, aber auch die Zuschauer werden viel Spass haben.» Für Ufa dürfte die Begegnung zum Kraftakt werden. Während Davos im bisherigen Turnierverlauf nach jedem Einsatz einen Ruhetag hatte, bestreiten die Russen im Rahmen des Spengler Cups heute ihre vierte Partie innert vier Tagen – oder anders ausgedrückt innerhalb von 72 Stunden.

Revanche für 2012?

Philström sucht deswegen jedoch nicht bereits im voraus nach Entschuldigungen für eine allfällige Niederlage – im Gegenteil. «Wir spielen konsequent mit vier Blöcken. Deshalb war der Kraftverschleiss bisher nicht extrem.» Sein Team habe auch gegen Davos noch Power», glaubt Pihlström. Gestern landete Ufa gegen Medvescak Zagreb einen 3:0-Sieg. So klar wie das Resultat war das Spielgeschehen aber keineswegs. Bis zur 50. Minute führten die Russen nur 1:0. Die Kroaten hatten durchaus ihre Torchancen, doch Ufas kanadischer Torhüter Leland Irving parierte alle 24 gegnerischen Schüsse. «Wir verhielten uns in der Defensive sehr diszipliniert», bemerkt Philström. «Und in der Offensive kamen wir im Laufe der Partie immer besser zur Geltung.»

Bereits vor zwei Jahren bestritt Pihlström mit Ufa den Spengler Cup. Damals scheiterten die Russen im Viertelfinal mit 5:7 am HCD. Nur allzu gerne möchten sie sich heute revanchieren. Pihlström ist für die Altjahrswoche gerne nach Davos zurückgekehrt. Er lobt die gute Stimmung im Stadion und Möglichkeit, sich mit starken Mannschaften messen zu können.

Zahltag in Rubel

Pihlström bildet gemeinsam mit Teemu Hartikainen und dem letztjährigen Lugano-Verteidiger Ilkka Heikkinen ein Finnen-Trio bei Ufa. Er wechselte 2011 nach dem Gewinn des Weltmeistertitels zum KHL-Team an den Ural und bestreitet nun bereits seine vierte Saison mit Salawat Julajew. Er schätze das technisch beschlagene und läuferisch fordernde russische Eishockey, sagt der 30-jährige Flügelstürmer. Zudem habe er vor allem mit seinen beiden Sturmlinienpartnern Alexei Kaigorodow und Jewgeni Skatschkow viel Spass. Hart treffen den Finnen zurzeit allerdings die wirtschaftlichen Probleme in Russland, weil er seinen Zahltag in Rubel erhält. Diese Währung befindet sich seit Monaten im freien Fall.

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