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Ammann: «So fliegt man gerne ins neue Jahr»

Simon Ammann hat beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen den starken zweiten Rang belegt. Einzig der Norweger Anders Jacobsen flog um eine Klasse besser.

Südostschweiz
03.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

Von Hans Leuenberger

Skispringen. – Simon Ammann eröffnete das Schweizer Sportjahr 2015 mit einem tollen Resultat. Der Toggenburger zeigte mit 138 Metern zunächst den weitesten Sprung des ersten Umgangs und legte im Final bei Rückenwind 133 Meter nach. Der Sieger Jacobsen machte es noch besser und vergrösserte den Halbzeit-Vorsprung gegenüber Ammann auf deutliche 6,6 Punkte. Der Norweger hatte bereits die Trainings dominiert und liess im Ernstkampf mit 135,5 und 136,5 Metern nichts anbrennen.

«So fliegt man gerne ins neue Jahr», sagte Ammann. «Ich zeigte eine gute Reaktion. Diesen Job muss man zuerst richtig machen», meinte er in Anspielung auf seinen Sturz in Oberstdorf. Ammann hatte das Neujahrsspringen 2011 gewonnen und stand nun in Garmisch-Partenkirchen bereits zum fünften Mal auf dem Podest. Im Schaufenster der Vierschanzentournee realisierte er sogar die 15. Top-3-Klassierung, hinzu kommen vier Podestklassierungen im Overall-Klassement.

Der 33-Jährige durfte für einmal auch Rang 2 als einen Sieg werten. Zum Auftakt in Oberstdorf begrub er seine Ambitionen auf den noch fehlenden Gesamtsieg im Neuschnee. Nach solchen Enttäuschungen fallen viele Sportler in ein Loch. Der vierfache Olympiasieger hingegen antwortete bestmöglich – mit einem tollen Resultat. Es war bestimmt nicht einfach, den Fokus wieder zu finden. Der Toggenburger kann nun wieder befreit auftreten und in Innsbruck oder Bischofshofen seinen ersten Weltcupsieg auf österreichischem Boden anstreben. Er würde damit das zweite Dutzend voll machen.

Im Schatten von Ammann freute sich auch ein zweiter Schweizer. Gregor Deschwanden flog als 28. seine ersten drei Weltcup-Punkte der laufenden Saison ein.

Unerwartete Rückkehr

Anders Jacobsen meldete sich nach langer Pause wieder in der Weltspitze zurück. Der Tournee-Sieger von 2006/07 triumphierte in Garmisch wie schon vor zwei Jahren, als er zuvor auch das Auftaktspringen in Oberstdorf gewonnen hatte. Diesmal hatte er seine Chancen auf den Gesamtsieg aber schon mit Platz 14 in Oberstdorf vergeben. «Ich bin selbst ein bisschen überrascht, was ich in den zwei Tagen hier geschafft habe. Diese Schanze hat für mich etwas Magisches», sagte der Norweger.

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