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50?000 fuhren 2014 auf die Seebodenalp

Küssnacht Nur 2005 waren die Frequenzen noch besser. Die Betreiber der Luftseilbahn Küssnacht–Seebodenalp sind aber zufrieden. Sie knackten 2014 die?50 000er-Marke.

Südostschweiz
07.01.15 - 01:00 Uhr
Zeitung

«Wir sind mit dem Ergebnis höchst zufrieden.»

Othmar Thurnherr, ?Chef Administration

Erhard Gick

Damit hat man bei der Luftseilbahn Küssnacht–Seebodenalp (LKüS) nicht mehr gerechnet, bestätigt Othmar Thurnherr, Leiter Administration der LKüS. «Am 31. Dezember 2014, um 11.00 Uhr, konnten wir den 50 000. Fahrgast begrüssen. Kurz vor dem Jahreswechsel erreichte die LKüS diese magische Marke», hält Othmar Thurnherr auf Anfrage weiter fest. Genau genommen waren es 50 336 Gäste, die 2014 die Luftseilbahn benützten. Wie der Leiter Administration betont, sei man haarscharf an einem neuen Beförderungsrekord vorbeigeschrammt. Der Rekord liegt bereits Jahre zurück. Nur im Sommer 2005 seien die Frequenzen noch besser gewesen.

Deutlich über dem Vorjahr

«Wir sind mit diesem Ergebnis höchst zufrieden», sagt Thurnherr weiter. Noch kurz vor Weihnachten sah es nicht danach aus, dass man diese magische Zahl erreichen könnte. Am Stichtag 27. Dezember 2014 lag man bei 49 020 Besuchern. «Dieser Samstag und der letzte Sonntag im Jahr sowie die Folgetage waren aber nochmals sehr gut frequentiert. Am 27. und 28. Dezember beförderten wir je 300 Gäste auf die Seebodenalp. Mit dem Schnee kamen auch noch zusätzliche Gäste», zeigt sich der Leiter Administration erfreut. Die Zahlen sind gut, denn noch im Vorjahr betrug die Zahl der Beförderten nur etwas mehr als 43 000 Personen. Die Steigerung um 7000 Gäste liege somit bei rund 18 Prozent. «Und im 5-Jahres-Durchschnitt liegt die Steigerung bei rund 8 Prozent, ein sehr guter Wert, wenn wir mit anderen Bergbahnunternehmen vergleichen, die weit weniger gut abschneiden», so Othmar Thurnherr. Die Verantwortlichen der LKüS schreiben das der guten Lage der Seebodenalp zu, der schnellen Erreichbarkeit, der oft nebelfreien Zone und dem guten Angebot des Naherholungsgebietes.

Im Jahre 2017 läuft die eidgenössische Konzession für die Luftseilbahn Küssnacht–Seebodenalp aus. Um eine neue Konzession zu erhalten, muss die LKüS grosse Investitionen in eine neue Bahn und in die Infrastruktur tätigen. Die Erneuerung der Konzession ist für die Luftseilbahn die grösste Herausforderung seit Inbetriebnahme der Bahn im Jahre 1953, halten Verwaltungsrat und Betriebsleitung fest. Noch gestern Abend hat der Verwaltungsrat über das bevorstehende Geschäft beraten. Wie die künftige Bahn aussehen wird, darüber wollte sich Verwaltungsratspräsident Benno Barmettler gegenüber unserer Zeitung noch nicht festlegen. «Verständlicherweise möchten wir zuerst unsere Aktionäre informieren», erklärte er. Allerdings wird am 19. Januar eine ausserordentliche Generalversammlung stattfinden, an der das weitere Vorgehen festgelegt wird.

Ab 2018 eine neue Bahn

Fest steht, dass ab Ende 2017 für einen Ersatz der alten Bahn gesorgt werden muss. Bereits im Mai 2018, wenn alle Termine eingehalten werden können, kann man dann mit einer neuen und leistungsfähigeren Bahn auf die Seebodenalp fahren. So jedenfalls stellt es sich der Verwaltungsrat vor. Die guten Zahlen der letzten Jahre stärken natürlich die Unternehmung in ihrem Vorhaben, die Bahn zu erneuern.

Geschichtliches

Die Luftseilbahn Küssnacht–Seebodenalp AG wurde am 28. November 1953 als Aktiengesellschaft gegründet. 1979 konnte die Luftseilbahn ihr 25-jähriges Jubiläum feiern, und am 30. November 1992 wurde der zweimillionste Fahrgast auf die Seebodenalp befördert. Die 10-Personen-Kabine bringt Gäste in nur acht Minuten von der Talstation Küssnacht, die sich auf 436 m?ü.?M. befindet, auf die Seebodenalp (1030 m?ü.?M.).

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